Nach der ausgelassenen Sause zum Jahreswechsel folgte für Ibiza-Residenten und Gäste der erste Kater des Jahres: 2025 begann in Spanien mit deutlichen Preiserhöhungen und Steueranpassungen. Wie die spanische Regierung mitteilte, stieg die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel von null auf vier Prozent. Bei Nudeln und Pflanzenölen erhöhte sie sich auf zehn Prozent. Diese Maßnahmen markierten das Ende der bisherigen Entlastungen zur Bekämpfung der Teuerung, die im Zuge der Corona-Pandemie eingesetzt hatte.
Auch die Energiekosten zogen merklich an: Die Mehrwertsteuer auf Strom kehrte zum Regelsatz von 21 Prozent zurück, nachdem sie zuvor bei zehn Prozent lag. Der regulierte Gastarif verteuert sich im ersten Quartal um zehn Prozent. Für Mehrfamilienhäuser mit Gemeinschaftsheizung fallen die Erhöhungen mit bis zu 18,3 Prozent noch deutlicher aus.
Weitere Belastungen kommen auf Autofahrer zu: Bis März soll die Dieselsteuer auf das Niveau der Benzinsteuer angehoben werden – damit kommt Madrid einer Forderung aus Brüssel nach. Dies werde den Kraftstoff um etwa elf Cent pro Liter verteuern, schätzten Experten.
Bei den Steuern gibt es bedeutende Änderungen für Unternehmen und Vermögende: Große Konzerne müssen nun mindestens 15 Prozent Steuern zahlen. Die Bankenabgabe wird neu strukturiert, mit progressiven Steuersätzen zwischen einem und sieben Prozent auf Zinserträge und Provisionen. Kapitaleinkünfte über 300.000 Euro werden nun mit 30 statt 28 Prozent besteuert.
Eine positive Nachricht gab es für Immobilienbesitzer mit variabel verzinsten Hypotheken: Der Euribor, für spanische Häuslebauer das Maß aller Dinge, ist zum Jahresende 2024 auf 2,436 Prozent gesunken und damit deutlich niedriger als im Vorjahr. Im Jahr ließen sich somit bei einer durchschnittlich hohen Hypothek (232.000 Euro) bis zu 1.860 Euro sparen, so Finanzexperten.



