Auf Ibiza setzt sich der Trend zur Luxushotellerie fort. Vier traditionsreiche Hotels mit insgesamt mehr als 2000 Betten werden derzeit umfassend modernisiert und sollen nach ihrer Wiedereröffnung als Fünf-Sterne-Häuser betrieben werden. Damit setzt sich auf der Insel der seit Jahren anhaltende Strukturwandel hin zu einem hochpreisigen Tourismusangebot fort.
Zwei der Umbauten konzentrieren sich auf den Ferienort Portinatx im Norden der Insel. Damit wird die Gemeinde Sant Joan künftig über vier Edelhotels verfügen. Das frühere Portinatx Beach Club Hotel eröffnet im kommenden Juni neu unter der Marke Nomade Temple, einem Hotelunternehmen mit mexikanischen Wurzeln. Zu den Gründern zählt Antonio de la Rúa, Sohn des ehemaligen argentinischen Präsidenten Fernando de la Rúa. Buchungen seien bereits möglich, heißt es auf der Website des Unternehmens.
Auch Sant Antoni wird aufgewertet
Ebenfalls in Portinatx wird das ehemalige Hotel Presidente vollständig umgebaut. Der neue Eigentümer, der Investmentfonds Meridia Capital, teilte gegenüber den Medien mit, ein Eröffnungstermin stehe bislang nicht fest. Man darf also gespannt sein.
Auch im von britischen Partytouristen dominierten Sant Antoni schreiten Umstrukturierungen voran. Das traditionsreiche Hotel Palmyra im Ortsteil s’Arenal, bislang ein Vier-Sterne-Haus, bleibt im Besitz der Palladium-Gruppe, soll aber ab 2027 unter der Marke Only You Hotels im Luxussegment betrieben werden.
Anwohner kritisieren Abholzen
Ein weiteres Großprojekt betrifft das Stella Maris in der Cala Gració. Das 1968 eröffnete Resort wird derzeit aufwendig renoviert und soll ebenfalls Fünf-Sterne-Status erreichen. Die Wiedereröffnung habe sich auf 2027 verschoben, erklärte ein Vertreter des Hotels. Im Zuge der Modernisierung entstehen zudem mehrere exklusive Villen, möglich gemacht durch eine während der Corona-Pandemie eingeführte Sonderregelung zur Flächenerweiterung.
Die Umbauten hatten vereinzelt Kritik von Anwohnern ausgelöst, insbesondere wegen des Abholzens von Bäumen. Nach Angaben der Gemeinde liegt das Gelände jedoch innerhalb des Stadtgebiets, wo Kahlschlag in bestimmter Größenordnung erlaubt sei.



