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Ibiza-Stadt

Wehrtürme

Einsturz drohte: Ibiza rettet historisches Wahrzeichen

Täglich rollen seit Jahrzehnten tausende von Autos und Lkw an dem Wehrturm Sa Blanca Dona vorbei. Deren verursachte Vibrationen setzten dem fast 500 Jahr altem Bauwerk stark zu. Jetzt griff der Inselrat ein. 

Die Restaurierung der Torre de sa Blanca Dona auf Ibiza ist abgeschlossen. Mit der Sicherung des Wehrturms aus dem 16. Jahrhundert sei eines der „bedeutendsten Elemente des historischen Verteidigungssystems der Insel“ dauerhaft bewahrt worden, teilte der Inselrat mit.

Einzigartiges Kulturerbe

Das unter Denkmalschutz stehende Bauwerk in Puig d’en Valls war zuletzt durch starke Verkehrserschütterungen gefährdet. Nach Angaben des Consell de Ibiza hatten die Vibrationen der angrenzenden Straße Risse und Verschiebungen im Fundament verursacht. Es habe ein „reales Risiko“ für die Statik bestanden, sagte Kulturdezernentin Sara Ramon bei der offiziellen Abnahme der Arbeiten.

Inselratspräsident Vicent Marí sagte, mit dem baulichen Eingriff sei „ein einzigartiges Kulturerbe unserer Insel“ bewahrt worden, um im „bestmöglichem Zustand“ an künftige Generationen weitergeben zu werden. Zugleich kündigte Ramon an, der Turm solle künftig für Besucher zugänglich gemacht werden.

Die Restaurierungsarbeiten wurden demnach in zwei Phasen umgesetzt: Nach Abschluss eines 50-jährigen Nutzungsvertrags mit der Eigentümerfamilie im Dezember 2023 begannen zunächst dringliche Sicherungsarbeiten. In einer ersten Phase zwischen April und November 2023 wurde die Struktur stabilisiert, um einen möglichen Einsturz abzuwenden. Die umfassende Restaurierung folgte von Oktober 2025 bis Januar 2026.

EU steuert kräftig bei

Zu den Arbeiten zählten die Festigung der Mauern, die Restaurierung der Außenflächen, die Ergänzung beschädigten Mauerwerks sowie die Instandsetzung von Dach, Böden und der historischen Holztür. Auch eine neue Wendeltreppe wurde eingebaut. Der Turm gilt als eines der am besten erhaltenen Beispiele eines Verteidigungsbaus im Einzugsgebiet der Inselhauptstadt.

Finanziert wurde das Projekt weitgehend aus Mitteln der Europäischen Union. Von den Gesamtkosten in Höhe von 152.235,84 Euro stammen nach Angaben des Inselrats 151.791 Euro aus dem Förderprogramm Next Generation EU im Rahmen des spanischen Aufbauplans zur Stärkung der Kulturwirtschaft.

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