Nicht nur im heiß begehrten Naturpark Ses Salines gilt im Sommer eine Zufahrtsbeschränkung, auch weniger bekannte Ausflugsziele will der Inselrat vor massenhaftem Andrang schützen. Am Montag gab er bekannt, für welche derartige Einschränkungen gelten.
Der Inselrat von Formentera hat zentrale Schutzmaßnahmen für stark frequentierte Naturgebiete verlängert und teilweise verschärft. Wie das Gremium am Montag einstimmig beschloss, bleiben die Zufahrtsbeschränkungen für mehrere Küstenabschnitte auch im Sommer 2026 bestehen. Ziel ist es, sensible Landschaften zu schützen, Besucherströme zu lenken und die Sicherheit in der Hauptsaison zu erhöhen.
Betroffen ist unter anderem das Gebiet Allà Dins am Cap de Barbaria. Dort gilt vom 15. Mai bis zum 15. Oktober weiterhin ein Fahrverbot für motorisierte Fahrzeuge. Ausnahmen sind nur wenigen Fällen vorgesehen, etwa für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Einsatzkräfte und autorisierte Fahrzeuge. Der Zugang für Fußgänger und Radfahrer bleibt hingegen erlaubt.
Schnelles Ein- und Aussteigen ist erlaubt
Auch in den besonders beliebten Buchten Caló des Mort und Es Ram werden die Einschränkungen in den Sommermonaten beibehalten und verstärkt. Fahrzeuge dürfen dort nur noch in Ausnahmefällen zufahren; Besucher müssen auf ausgewiesene Parkplätze ausweichen. Kurzzeitiges Halten zum Ein- und Aussteigen bleibt zulässig. Zudem sollen Beschilderung und Schutzvorkehrungen ausgebaut werden.
Neben den Verkehrsregelungen brachte der Inselrat auch neue Vorhaben auf den Weg. Geplant ist die Einrichtung von zwei Hundeparks in den Ortschaften Sant Francesc und La Savina. Darüber hinaus sollen die Vorschriften für die Nutzung der Strände angepasst werden, um künftig ausgewiesene Bereiche für Vierbeiner zu schaffen. Hintergrund ist die gestiegene Zahl von Haustieren sowie das Bestreben, potenzielle Konflikte besser im Vorhinein zu regeln.




