Der historische Brunnen Font de Morna im Gemeindegebiet von Santa Eulària des Riu kann nach einer umfassenden Restaurierung wieder in seinem ursprünglichen Erscheinungsbild bestaunt werden. An dem emblematischen Bauwerk habe vieles instandgesetzt werden müssen, teilte die Gemeinde mit.
Der Font de Morna liegt in der landwirtschaftlich geprägten Vénda de Morna bei Sant Carles und zählt zu den bedeutendsten Zeugnissen der traditionellen Wasserbaukunst Ibizas. Das massive Bauwerk, das von einer natürlichen Quelle gespeist wird, ist seit 1765 auf historischen Karten der Insel verzeichnet und steht als Kulturgut (Bien de Interés Cultural) unter Denkmalschutz. Neben der Quelle befindet sich zudem eine historische Olivenpresse (trull) zur Herstellung von Öl.
Gefahrenlage entschärft
Vor Beginn der Sanierung habe sich der Brunnen in einem „stark beschädigten Zustand“ befunden, heißt es aus dem Rathaus in Santa Eulària des Riu. Ursache hierfür seien wiederholte Felsabbrüche an einem unmittelbar dahinter liegenden Hang gewesen. Herabstürzende Gesteinsbrocken hatten unter anderem den gemauerten Brunnenbogen sowie die Trockensteinmauer des Geländes erheblich in Mitleidenschaft gezogen.
Im Zuge der Restaurierung sei besagter Felshang „dauerhaft gesichert“ worden, so die Gemeinde. Der charakteristische Bogen der Bauwerks sei anhand historischer Fotografien neu entstanden und mit Naturstein in traditioneller Trockenbauweise rekonstruiert worden. Auch der Quellaustritt sei nach historischem Vorbild wiederhergestellt worden, um „das ursprüngliche Erscheinungsbild“ möglichst authentisch zurückzugewinnen.
Private Gelder willkommen
Die Kosten der Arbeiten beliefen sich auf 14.479 Euro und wurden vollständig von der Unternehmensgruppe Atzaró übernommen. Bürgermeisterin Carmen Ferrer bezeichnete die Zusammenarbeit als „Beispiel dafür, welchen Beitrag private Unternehmen zum Erhalt des gemeinsamen Kulturerbes“ leisten könnten. Das Unternehmen sei eng mit Sant Carles verbunden und finanziere das Projekt mit Mitteln, die bei Wohltätigkeitsveranstaltungen des Unternehmens gesammelt worden seien.

Zugleich rief Ferrer weitere Unternehmen und Organisationen dazu auf, sich an ähnlichen öffentlich-privaten Kooperationen zu beteiligen. Damit könne ein wichtiger Beitrag zum Erhalt „unseres gemeinsamen Kulturerbes sowie zum Schutz unserer Identität“ geleistet werden.
Mit der Restaurierung des Morna-Brunnens gewinnt nicht nur ein bedeutendes kulturhistorisches Denkmal sein ursprüngliches Gesicht zurück. Das strahlend weiße Bauwerk ist zugleich ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen durch das weitgehend ursprünglich erhaltene Morna-Tal.





