Erneut haben Einsatzkräfte in der Nacht zum Montag zwei Flüchtlingsboote vor Ibiza und Formentera abgefangen. Nach Angaben der Madrider Regierungsvertretung auf den Balearen wurden insgesamt 39 Migranten nordafrikanischer Herkunft aufgegriffen beziehungsweise aus Seenot gerettet.
Damit stieg die Zahl der innerhalb von rund 24 Stunden auf den Pityusen registrierten Ankünfte von Bootsmigraten aus dem Maghreb auf 79 Personen.
Der erste Einsatz erfolgte demnach um 2.25 Uhr in der Bucht Cala Es Cucó in der Gemeinde Sant Josep auf Ibiza. Dort traf die Guardia Civil auf 14 Migranten, die mit einem kleinen Boot die Insel erreicht hatten. An der Aktion sollen Beamte der Polizeireviere Sant Josep und Santa Eulària beteiligt gewesen sein.
Nur wenige Stunden später, um 5.40 Uhr, griffen die spanische Seenotrettung und die Guardia Civil weitere 25 Menschen auf. Ihr Boot war rund 15 Seemeilen südöstlich von Formentera entdeckt worden. Auch diese Gruppe stammte den Behörden zufolge aus den Maghreb-Staaten.
Gesamtzahl liegt über 100
Bereits am Sonntag waren auf Formentera zwei weitere Boote angekommen. Am Morgen griff die Guardia Civil im Ort El Pilar de la Mola 15 Migranten aus Nordafrika auf. Am Nachmittag wurden im Gebiet Es Ram weitere 25 Menschen südlich der Sahara entdeckt. Insgesamt erreichten damit zwischen Sonntag und Montag vier Boote mit 79 Migranten die beiden Inseln.
Nach Angaben der Regierungsvertretung wurden am Sonntag auf den gesamten Balearen sogar 102 irreguläre Migranten registriert. Neben den 79 Ankünften auf Ibiza und Formentera seien dabei weitere Personen auf anderen Inseln oder in zusätzlichen Einsätzen erfasst worden.
Die Zahl der Ankünfte über die sogenannte Balearen-Route bleibt damit auf hohem Niveau. Nach den jüngsten Daten des spanischen Innenministeriums und der Regierungsvertretung wurden seit Jahresbeginn bereits 190 Boote mit insgesamt 3.595 Migranten in balearischen Gewässern registriert. Im gesamten Jahr 2025 waren es 401 Boote mit 7.321 Menschen gewesen – rund 24,5 Prozent mehr Migranten und knapp 15 Prozent mehr Boote als im Vorjahr.





