Nun herrscht traurige Gewissheit: Der seit Mitte Juni 2025 auf Ibiza vermisste Italiener Thomas Grumer ist tot. Wie die italienische Polizei bestätigte, handelt es sich bei der Leiche, die bereits vor drei Wochen auf dem Meeresgrund vor Cala Llonga entdeckt worden war, um den 42-Jährigen. Nach Angaben des italienischen Senders RAI sei die Identität durch einen DNA-Abgleich „zweifelsfrei“ festgestellt worden. Die genaue Todesursache ist bislang jedoch ungeklärt.
Grumer stammte aus der norditalienischen Stadt Bozen. Im Jahr 2022 war er nach Ibiza gezogen, um auf der Insel in der Gastronomie zu arbeiten. Nach einer ersten Saison zog es den Südtiroler nach Dubai, wo er zwei Jahre im Hotel W arbeitete. Anschließend kehrte er auf die Baleareninsel zurück, um dort erneut während der Tourismussaison tätig zu sein.
Am 16. Juni beendete Grumer seinen Arbeitstag in einem Hotel im Ortsteil Es Canar (Santa Eulària). Wie Angehörige gegenüber der Presse bestätigten, habe ihm die Hotelleitung an diesem Tag mitgeteilt, dass er die Probezeit nicht bestanden habe. Danach verlor sich seine Spur.
Mensch mit positiver Energie
Zwei Tage später, an seinem Geburtstag, bemerkten seine Angehörigen demnach sein Verschwinden. Da er telefonisch nicht erreichbar gewesen sei, erstatteten sie Anzeige bei der Guardia Civil, woraufhin die Ermittlungen begannen.
Nach den bisherigen Erkenntnissen wurde die letzte Aktivität auf seinem Bankkonto am Tag seines Verschwindens registriert. Sein Mobiltelefon soll noch bis zum 18. Juni, seinem Geburtstag, Nachrichten empfangen haben. Hinweise auf psychische Probleme habe es nach Angaben seines Umfelds nicht gegeben. Freunde beschrieben ihn vielmehr als jemanden „mit einer phänomenalen Energie, sehr motivierend“.
Grumer galt als leidenschaftlicher Sportler und nahm regelmäßig an Trail- und Ultramarathons teil, für die er intensiv trainierte. Der 42-Jährige hatte auf Ibiza zudem ein Motorrad gemietet. Dieses wurde später nahe Sol d’en Serra entdeckt.
Hilfsangebote für Betroffene
Die spanischen Behörden weisen in diesem Zusammenhang auf bestehende Unterstützungsangebote hin. Menschen in akuten seelischen Krisen oder mit suizidalen Gedanken können sich in Spanien rund um die Uhr an die kostenfreie und anonyme Hotline 024 wenden. Dort bieten Notfallspezialisten der Cruz Roja (Rotes Kreuz) telefonische Beratung und emotionale Unterstützung an.
Darüber hinaus stehen unter anderem die Notrufnummer 112, das „Teléfono de la Esperanza“ auf den Balearen (971 461 112 und 717 003 717), das „Teléfono de Prevención del Suicidio“ (900 925 555) sowie die Hilfshotline für Minderjährige der Fundación ANAR (900 202 010) zur Verfügung. Zudem können Betroffene die Apps „Prevensuic“ und „Calma“ auf iOS- und Android-Geräten nutzen.
Auch Angehörige oder Freunde, die sich um eine Person in ihrem Umfeld sorgen, können sich an diese Stellen wenden.



