Die derzeit erlaubte Alkoholmenge für Auto-, Motorrad- und Radfahrer liegt in Spanien bei 0,5 Promille im Blut oder 0,25 Promille beim Atemtest. Doch das soll sich ändern.
Nur noch 0,2 Promille
Erlaubt sein sollen künftig nur noch 0,2 Promille im Blut. Vergangene Woche ist ein entsprechender Gesetzesvorschlag der regierenden Sozialisten im Parlament angenommen worden. Die konservative Volkspartei hat sich enthalten, die ultrarechte Vox hat gegen die Herabsetzung der Promille-Grenze gestimmt.
Zahl tödlicher Unfälle verringern
„0,2 Promille erlauben auch Länder wie Schweden und Norwegen“, sagte der PSOE-Abgeordnete Manuel Arribas, der den Gesetzesentwurf verteidigt. Spanien oberste Verkehrsbehörde (DGT) will die Zahl tödlicher Verkehrsunfälle senken, da spiele Alkoholkonsum eine große Rolle. Fahranfänger und Berufsfahrer dürfen übrigens schon jetzt nicht mehr als 0,3 Promille aufweisen.
Ändern wird sich mit der neuen Regelung dann auch die Sanktion. Wer mit 0,21 bis 0,50 Promille im Blut erwischt wird, zahlt 200 Euro und verliert zwei Punkte. Momentan sind es 4 Punkte und 500 Euro, wenn Fahrer die 0,5 Promille überschreiten. Das gilt künftig dann für 0,51 bis 1 Gramm im Blut. Auch die weiteren Sanktionen bleiben wie jetzt.
Keine Warnung vor Mausefallen
Debattiert wird auch, dass Soziale Netzwerke nicht verbreiten dürfen, wo die Polizei Alkohol- und Drogentests plant. Derzeit wird also noch gearbeitet an dem Gesetzesentwurf, aber die neuen Regeln sollen noch in diesem Jahr in Kraft treten.



