IbizaHEUTE hat Ende Oktober über das Programm „Lloguer Segur“ (Sicheres Mieten) berichtet, das helfen soll, die Wohnungsnot zu lindern. Die Balearen-Regierung tritt als Garant für den Vermieter auf und subventioniert die Miete für diejenigen, die eine Wohnung suchen.
450 Anträge auf den Inseln
Jetzt rechnet die Regierung damit, dass in den kommenden Wochen die ersten Mieter einziehen können. Es braucht eben alles seine Zeit. Auf Mallorca, Ibiza und Menorca sind insgesamt 450 Vermieter interessiert. Auf Ibiza sind es aber nur 41 und auf Menorca 31. Entscheidend ist die Mitarbeit der Kammer der Hausverwaltungen auf den Balearen (Cafbal) und der Kammer der Immobilienmakler (Coapi). Sie schätzen die Objekte ein und kümmern sich darum, dass die vielen Bedingungen für Mieter und Vermieter eingehalten werden.
Zu viele Bedingungen
Diese Bedingungen seien zu streng, erklärt Ricardo Sánchez, Präsident der Maklervereinigung innerhalb des Unternehmerverbands der Pityusen (Pimeef). Er erklärt in der Zeitung „Periódico de Ibiza y Formentera“, dass sich im Prinzip sicher mehr Besitzer dem Programm anschließen würden, aber noch warten müssen, bis die Wohnungen lang genug leerstehen.
Andere Maßnahmen gegen die Wohnungsnot, wie der Umbau von Läden in Wohnungen, seien zu teuer, da die Mieten anschließend gedeckelt sind. Hier könnten Subventionen der Umbaukosten helfen, sagt er. Was zu spät kommt und noch lange keine Entspannung bringt, sei der Soziale Wohnungsbau. Es dauert mindestens sieben Jahre, bis Wohnungen gebaut sind, die jetzt geplant werden.
Die Balearen-Regierung spricht von einem guten Start des Programms „Lloguer Segur“. Die sozialistische Opposition kritisiert, dass nach Monaten noch kein einziger Vertrag unterzeichnet ist.





