Die Arbeiter bei Formenteras Müllabfuhr wollen über die Ostertage streiken. Am Montag hat die Insel-Regierung (Consell) den Mindestdienst festgelegt. Er soll verhindern, dass die Feriengäste ein zu schlechtes Bild erhalten. Die beliebten Strandbuden sind allerdings auch nicht da.
Keine Buden in Sicht
Die acht Strandbuden auf Formentera fallen der Regierungskrise um den Inselrats-Präsidenten Llorenç Córdoba, der auch für Strände und Küste zuständig ist, zum Opfer. Noch ist völlig unklar, wann wer aufbauen und öffnen darf. Ob die neuen Konzessionäre, deren Zuschlag aber seit zwei Jahren aussteht, oder die alten, die ersatzweise zwei Jahre weitergemacht haben. Klar ist, zum 26. Mai, wenn das Küstenamt den Startschuss gibt, sind neue Buden nicht aufgebaut. Zu langwierig sind die Prozesse.
Neue Ausschreibung abgelehnt
Córdoba hat am Freitag vorgeschlagen, die Ausschreibung der Vorgängerregierung ohne Zuschlag zu beenden und eine neue Vergabe zu starten. Mit neuen Bedingungen. Das wird juristisch kaum möglich sein und dauert viel zu lange, um in diesem Sommer noch den Service anzubieten. Die Regierungskoalition Sa Unió lehnten den Vorschlag deshalb ab.
Dürfen die alten Betreiber noch mal?
Der Präsident wollte sich nicht festlegen, aber es sieht ganz so aus, als könnten die alten Betreiber im letzten Moment wieder eine Saison-Genehmigung erhalten. Zu Ostern ist jedenfalls noch keine Bude geöffnet. Die Bevölkerung hat den ganzen Winter, trotz der warmen Tage, auf den beliebten Wochenendservice, verzichten müssen.
Streik bei der Müllabfuhr angekündigt
Der Streik der Arbeiter der Müllabfuhr ist seit langem angekündigt, verhindert wird er wohl nicht. Am Montag hat der Consell den gesetzlich festgelegten Mindestdienst unterzeichnet, damit wenigstens die grauen Container geleert, die Müllplätze gefegt und die Straßen gereinigt werden. Die Bevölkerung wird gebeten, angesichts der Situation mitzuhelfen, dass die Insel kein ungünstiges Bild für den Tourismus abgibt.
Arbeiter müssen mehr Geld erhalten
Hinter dem Streik steht die Unzufriedenheit der Arbeiter mit der Firma Prezero, die vertraglich festgesetzte Gehaltserhöhungen ignoriert. Außerdem bemängelt der Consell, dass die Firma den Fuhrpark nicht modernisiert hat, obwohl das zu den Bedingungen für den Zuschlag im Juli 2023 gehörte.





