Ibizas größte Kommune Eivissa meint es ernst, wenn es über das angestrebte saubere Stadtbild spricht. Die Stadtverwaltung hat damit begonnen, die Fassade eines seit Jahren vernachlässigten Ladenlokals im Zentrum eigenständig reinigen zu lassen.
Zuvor seien die Eigentümer wiederholt erfolglos zu Instandhaltungsmaßnahmen aufgefordert worden, teilte das Rathaus am Mittwoch mit.
Konkret handelt es sich um ein Lokal in der Carrer de Madrid, in exponierter Lage unweit zentraler Verkehrsachsen wie der Avinguda de Ignasi Wallis und dem Passeig de s’Alamera. Das Gebäude, in dem früher eine Filiale der Bank Sa Nostra untergebracht war, steht seit Jahrzehnten leer und weist erhebliche Verschmutzungen sowie zahlreiche Graffiti auf.
Nach Angaben des Rathauses habe man die Arbeiten nun „stellvertretend“ eingeleitet, also ersatzweise für die untätigen Eigentümer. Die Kosten in Höhe von rund 700 Euro sollen diesen im Anschluss ebenso in Rechnung gestellt werden wie eine zusätzliche Geldbuße von 300 Euro wegen Verstoßes gegen die kommunalen Vorschriften zur Fassadenpflege. Insgesamt droht damit eine Belastung von 1.000 Euro.
Möglicherweise kein Einzelfall
Die Stadt machte in diesem Zusammenhang deutlich, dass Eigentümer verpflichtet seien, das „äußere Erscheinungsbild“ ihrer Immobilien in angemessenem Zustand zu halten – insbesondere an sichtbaren und stark frequentierten Orten im Stadtgebiet. Man werde auch künftig vergleichbare Fälle überprüfen und „gegebenenfalls einschreiten“, hieß es weiter.
Vizebürgermeister Jordi Grivé verwies auf die Bedeutung gemeinsamer Verantwortung für das Stadtbild. „Jeder Einzelne muss seinen Verpflichtungen nachkommen und sich entsprechend einbringen.“ Zugleich kündigte er an, die Verwaltung werde „wachsam bleiben und diejenigen sanktionieren, die die kommunalen Vorschriften nicht einhalten“. Vorrangiges der aktuellen Verwaltung sei es, die Stadt nachhaltig in einen Zustand zu versetzen, „den wir alle verdienen“.





