Pityusen: Sprühaktion aus der Luft beendet

IbizaHEUTE hat am Sonntag berichtet über die stundenlangen Sprühaktionen aus einem Helikopter, der etwa über der Gemeinde Santa Eulària kreiste. Er sprühte ein Biogift gegen die Prozessionsspinnerraupen in den Kiefernwäldern.

Flug-Aktion abgeschlossen

Der bedrohlich nahe Flug des Hubschraubers oder auch des kleinen Flugzeugs über Häuser verunsicherte die Einwohner, Haustiere wurden vorsichtshalber ins Haus gepfiffen.

Nun erklärt das Umweltministerium der Balearen, die Aktion sei für dieses Jahr erfolgreich abgeschlossen. Auf Ibiza sind 18.000 Hektar besonders stark befallener Wälder zweimal gesprüht worden. Auf Formentera wurden alle bewaldeten Zonen auf knapp 6000 Hektar behandelt.

Hormonfallen und Kokon-Entfernung

Über 8000 Hormonfallen haben Forstarbeiter im Sommer auf Ibiza aufgehängt. Bis jetzt sind darin 32.000 männliche Falter gefangen worden. Auf Formentera sind 8100 Falter in 1100 Fallen gegangen.

Im Januar, Februar und März gehen die Arbeiter dann gegen die Kokons in den Kiefern vor. Sie schützen die Raupen vor der Kälte. In vielen Fällen werden sie unter großem Getöse aus den Wipfeln geschossen. Dann erfrieren die Raupen angeblich.

Eidechsen fehlen

Bis 2028 stellen die Balearen 11 Millionen Euro für den Kampf gegen die Prozessionsspinner zur Verfügung. Sie wurden früher von den Eidechsen in Schach gehalten, die vertilgten die Larven im Boden. Jetzt futtern die Nattern die Eidechsen, und die Prozessionsspinner werden zur Plage. Besonders in Santa Eulària kommen viele vor. Ihre feinen Brennhärchen können die Schleimhäute von Hunden und auch Menschen reizen.

 

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