Die Hoteliers auf Ibiza und Formentera schauen zuversichtlich auf die bevorstehende Urlaubssaison 2025. Besonders erfreulich: Die Semana Santa (Osterwoche) fällt in diesem Jahr später als üblich, vom 13. bis 20. April, was einen reibungsloseren Übergang in die Sommersaison verspricht.
„Die Aussichten für Ostern sind gut, da aufgrund der Nähe der Osterwoche zum Sommer mehr Hotels öffnen werden“, sagte Maria Costa Roig, Präsidentin des Hotelverbandes von Ibiza und Formentera (Fehif). Ende März stünden bereits rund 10.000 Hotelplätze zur Verfügung, im Mai käme eine zweite Welle von Hoteleröffnungen hinzu.
An Ostern 2024 erinnert sich Costa nur ungern. Regen und kühle Temperaturen hatten zu einer Buchungsflaute geführt. In diesem Jahr erwartet die Branche volle Betten. „Der große Einbruch im letzten Jahr hat uns allen Probleme bereitet“, gibt José Luis Benítez, Direktor der Palladium Hotel Group, zu. Im Frühling 2025 soll nun alles anders werden. „Mit einer späten Osterwoche kann man anfangen zu arbeiten und bleibt geöffnet.“ Fällt sie hingegen in den März, klaffe eine große zeitliche Lücke zwischen Ostern und dem Beginn der Hauptsaison.
Wohnungsmisere macht Personalsuche schwierig
Die großen Hotelketten berichten von Buchungszahlen, die sich auf dem Niveau des Vorjahres bewegten. „Ibiza hat ein Limit erreicht. Wir können nicht davon ausgehen, dass wir jedes Jahr um zehn Prozent wachsen werden“, gibt Benítez zu bedenken.
Als positiv bewertet die Branche die Bemühungen des Inselrats, der irregulären Ferienvermietung mit verschärften Kontrollen den Wind aus den Segeln zu nehmen.Von der neu eingerichteten Arbeitsgruppe, an der auch Plattformen wie Airbnb und Booking beteiligt sind, versprechen sich die Hoteliers Besserung: „Wenn es gelingt, das illegale Angebot zu beseitigen, werden wir mehr Wohnraum für unsere Mitarbeiter und Einheimische haben“, ist Benítez überzeugt.
Die Wohnungsnot stellt die Hoteliers vor eine große Herausforderung. Um dringend benötigtes Personal von auswärts auf die Insel zu locken, bieten mehrere Unternehmen bereits eigene Unterkünfte an. Gleichzeitig verfolgen sie die laufenden Tarifverhandlungen für das Gastgewerbe mit Spannung. Denn darin geht es neben Lohnerhöhungen auch um eine mögliche Verkürzung der Arbeitszeit auf 35 Stunden.