Das spanische Innenministerium hat die Zahlen für die Migranten vorgelegt, die auf den verschiedenen Routen Spanien und die Kanaren erreichen. Der spanische Regierungschef Pedro Sánchez hatte gegenüber der balearischen Ministerpräsidentin Marga Prohens vergangene Woche in Palma erklärt, dass die Boote weniger würden. Das gilt jedoch nicht für die Balearen.
Ibiza und Formentera besonders betroffen
Auf den Balearen sind in den ersten sieben Monaten 124 Prozent mehr Migranten angekommen als im Vergleichszeitraum 2024. 3882 gegenüber 1553. Sollte diese Entwicklung anhalten, wäre in diesem Jahr mit über 13.000 Flüchtlingen zu rechnen.
Marga Prohens bittet deshalb um Hilfe. Die Zahlen des Innenministeriums sind nicht nach Inseln aufgeschlüsselt, aber Formentera und Ibiza sind wegen der Nähe zur afrikanischen Küste besonders betroffen von illegaler Einwanderung.
Diplomatische Bemühungen verstärken
Die meisten kleinen Boote legen in Algerien ab. Sánchez will diplomatische Verhandlungen verstärken, aber bis jetzt haben die Behörden Algeriens die Schlepperbanden bei ihren lukrativen Geschäften nicht zurückgehalten. Da Marokko härter durchgreift, seit es finanzielle Hilfe von Spanien erhält, hat die Algerien-Route mit Migranten aus Ländern südlich der Sahara, Algerien und Marokko zugenommen.



