IH+: Nach Brand an Bord

Behörden starten Bergungsprozess der gesunkenen Yacht

Die Bergung der vor Ibiza gesunkenen Yacht tritt in eine entscheidende Phase: Die Hafenbehörde der Balearen (Autoridad Portuaria de Baleares, APB) hat nach eigenen Angaben die zentralen Arbeiten übernommen und konzentriert sich derzeit auf die Bergung des Wracks sowie die Beseitigung von Trümmern und möglichen Umweltschäden.

Ziel sei es, die Sicherheit im Hafenbereich wieder vollständig herzustellen und Beeinträchtigungen für die marine Umwelt zu vermeiden, teilte die APB am Montag mit.

Der operative Fokus liege „auf den Arbeiten zur Bergung des Wracks sowie auf das Einsammeln sowie die Klassifizierung und Entsorgung der Rückstände“, so die Behörde in einer Mitteilung. Parallel dazu würden Reinigungsmaßnahmen im betroffenen Gebiet durchgeführt. Die Arbeiten stünden unter direkter Aufsicht der APB, die ihre Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen bis zur „vollständigen Normalisierung der Lage“ aufrechterhalten wolle.

Wer trägt die Bergungskosten?

Bereits am Wochenende seien erste Schritte zur Beseitigung von Trümmern eingeleitet worden. Die Einsätze erfolgten in enger Abstimmung mit den beteiligten Gemeinden Eivissa und Sant Josep, der Hafenbehörde und weiteren zuständigen Stellen. Die eigentliche Bergung des Wracks könnte nach derzeitiger Planung „noch vor Ende der Woche“ erfolgen – vorausgesetzt, die Wetterbedingungen lassen dies zu.

Die gesunkene Yacht am Meeresboden. Foto: APB

Unklar ist bislang, wer für die Kosten der Bergung aufkommt. Die APB machte keine Angaben dazu, ob die Maßnahmen vom Eigner der Yacht beziehungsweise dessen Versicherung getragen werden oder ob die Behörde letztlich auf den Kosten sitzen bleibe. Die Hafenbehörde betonte, durch die schnelle Reaktion sei es gelungen, die Auswirkungen des Vorfalls zu begrenzen und insbesondere schwere Umweltschäden zu vermeiden.

Der Brand der Yacht war am Freitag, dem 10. April, gegen 19.40 Uhr an der Einfahrt zum Hafen von Eivissa ausgebrochen. Eine weithin sichtbare Rauchsäule hatte Passanten alarmiert, die ihrerseits den Notruf informierten. Einsatzkräfte der Hafenpolizei und Lotsen konnten die sechs Menschen an Bord – Besatzung und Passagiere – rasch in Sicherheit bringen. Während der Rettungsarbeiten griff das Feuer jedoch schnell um sich und beschädigte das Schiff so schwer, dass es schließlich nahe dem Wellenbrecher von es Botafoc sank.

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