Kate Perry machte es vor, die deutsche Schlagersängerin Andrea Berg beging auf Formentera nun denselben Fehler. Für Aufnahmen zu einer Werbeproduktion hatte die 60-Jährige zu Wochenbeginn mit ihrem Team die geschützte Landschaft von S’Espalmador aufgesucht – allerdings ohne die dafür notwendige Genehmigung.
Berg hielt sich mit ihrem Team im Bereich von Sa Torreta auf S’Espalmador auf, um dort Werbeaufnahmen zu produzieren. Es dauerte nicht lange, da fielen Mitarbeitern des Naturparks Ses Salines de Ibiza und Formentera die Dreharbeiten auf. Freundlich aber unmissverständlich forderten sie umgehend deren sofortige Einstellung. Der Grund: Das Team konnte keine Genehmigung Filmaufnahmen mit kommerziellem Zweck vorweisen. Diese ist aber zwingend erforderlich.
Nach Angaben der Naturark-Ranger reagierte Bergs Team umgehend auf die Aufforderung, packte das Equipment zusammen und zeigte „zu jeder Zeit eine kooperative Haltung“. Einen Umweltverstoß stellten die Kontrolleure demnach nicht fest. Insbesondere sei keinerlei Beeinträchtigung der geschützten Natur festgestellt worden.
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Der entscheidende Punkt sei deshalb nicht gewesen, dass die Aufnahmen an diesem Ort grundsätzlich verboten wären. Vielmehr hätte die Produktion vorab bei der zuständigen Verwaltung angemeldet und genehmigt werden müssen.
Andrea Berg feiert 60. Geburtstag
Berg erklärte den Mitarbeitern des Naturparks offenbar persönlich, dass die Aufnahmen im Zusammenhang mit ihrem 60. Geburtstag entstanden. Die Sängerin, die am 28. Januar 1966 in Krefeld geboren wurde, hatte bereits zu Jahresbeginn angekündigt, ihren runden Geburtstag nicht nur an einem einzigen Tag feiern zu wollen. Stattdessen wolle sie das gesamte Jahr 2026 gemeinsam mit ihren Fans begehen.
Es darf daran gezweifelt werden, dass ihr Name dem jungen Personal des Naturparks ein Begriff ist. Zumindest unterbrach dies ihren Geburtstagsdreh abrupt.
Andrea Berg zählt zu den erfolgreichsten deutschen Schlagersängerinnen. Seit ihrem Durchbruch in den 1990er-Jahren verkaufte sie mehr als 16 Millionen Tonträger und landete mit 14 Alben auf Platz eins der deutschen Charts.
Schlechtes Vorbild Kate Perry
Der jüngste Vorfall auf S’Espalmador erinnert an einen ähnlich gelagerten Fall aus dem Jahr 2024. Damals hatte die US-Sängerin Katy Perry Teile des Musikvideos zu „Lifetimes“ vor der Kulisse S’Espalmadors gedreht. Dabei waren Perry und Mitglieder des Produktionsteams auch innerhalb des geschützten Dünensystems zu sehen. Die Behörden leiteten anschließend Ermittlungen ein, weil die Produktionsfirma nach damaligen Angaben nicht über die erforderliche Umweltgenehmigung für die Dreharbeiten verfügte.
Im August 2025 wurde das Verfahren abgeschlossen. Die zuständigen Behörden verhängten gegen die zuständige Produktionsfirma eine Geldstrafe von 6.001 Euro. Ein strafrechtliches Umweltdelikt lag jedoch nicht vor, da bei den Dreharbeiten keine bleibenden Schäden an der Natur entstanden waren.





