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Ibiza-Stadt

Ibiza: Die Insel in Bildern von Rüdiger Eichhorn

Heute möchte ich Sie mitnehmen zu ganz besonderen Orten auf Ibiza: zu den Hütten der Fischer in den Buchten der Insel. Eigentlich sind es Bootsgaragen. Bei Sturm und im Winter können die Fischer ihre Boote, oft traditionelle Llaüts, in den Schutz der Hütten ziehen. Aber die urigen Buden am Strand waren oft mehr: Orte, an denen Piraten ihre Beute versteckten. Verstecke auch für Schmuggler, die meist nachts und im Schutz der Dunkelheit die Inseln anliefen. Waren auch Verstecke von Menschen, die während des spanischen Bürgerkrieges vor den Schergen des Diktators Francos oder auch denen der Kommunisten fliehen mussten. Heute sind es kleine Hütten, in denen die Ibizenkos auch sonntags mit ihren Familien sich zur Paella oder gegrillten Fischen treffen. Für mich sind diese einfachen Hütten mehr. Es sind die Paläste der Fischer – statt Prunk das Meer! Rüdiger Eichhorn hat sie fotografiert. Viel Freude bei unserer Reportage, Ihr Dieter Abholte

Davor ist nur noch das Meer – die Paläste der Fischer

Gleich zwei Stockwerke hat dieser „Palast“ an der Cala Comte. Unten ist Platz für das Boot, oben für das Leben. Clevere Immobilienmakler [emember_protected]wollten solche kleinen Schätze an Touristen vermieten. Zum Glück verweigerte die Küstenbehörde die Zustimmung und drohte mit harten Strafen. Man muss ja wirklich nicht die letzten kleinen Schätze Ibizas und Formentera vermarkten und natürlich vorher modernisieren und damit den Charme der Hütten zerstören…

Ein wenig versteckt liegen dies Fischerhütten in der Cala Comte. Ganz links das Haus, das wir auf dem vorherigen Bild beschrieben haben. Über eine Treppe und einen steilen Weg erreicht man das Meer. Für Touristen der Zugang zum Wasser nicht verboten. Aber man sollte Respekt vor dem Eigentum der Besitzer haben, was leider nicht immer ist. Da werden auch schon mal Möbel und Hütten okkupiert. Und wenn die Ibizenkos dort sind, bitte in Ruhe lassen…

Die versteckten kleinen Bauten der Fischer in der Cala Roja. Eine Urlauberin hat dort einen romantischen einsamen Platz gefunden, wo sie mit der Natur und dem Meer alleine ist, das in allen Blautönen leuchtet. Kein Fischer wird etwas dagegen haben, wenn sich Besucher wie diese junge Frau verhalten…

Ein Mann und das Meer – einer der Hüttenbesitzer in der Cala Codolar bei sa Valetta. Die kleinen Schätze am Meer dürfen nicht verkauft oder vermietet werden. Sie werden nur vererbt – von Generation zu Generation.  Und das ist gut so und erhält die Tradition der Insel.

Hier sind wir in der Cala Vadella im Westen der Insel. Rechts im Hintergrund liegt der Strand. Was wie eine Leiter im Vordergrund des Bildes aussieht, sind die Kufen aus hartem Olivenholz, über die die Boote im Winter oder vor einem Sturm zum rettenden Ufer hochgezogen werden. Die Hütten sind dann das sichere Quartier.

Die Cala Vadella im Sommer. Jetzt liegen die traditionellen Fischerboote, die Llaüts, in der Bucht. Im Hintergrund (Mitte) ist ein Boot hochgezogen und mit einer Plane abgedeckt. Die Llaüts im Vordergrund haben Gestänge und zusammengerollte Sonnensegel (Planen), die werden auf See ausgerollt und schützen mit ihrem Schatten die Fischer vor der Sonne.

Herrlich urig diese Fischerhütte an der Cala d’Hort gegenüber der Felsen-Insel Es Vedrà. Der wackelige Tisch, der zerschlissene Stuhl, das Dach aus Palmwedeln, die alten Taue – es ist Ibiza pur und weit weg von schicken Beachclubs.

Hier sind wir in Es Cubells, ebenfalls im Westen. Diese Bootsgaragen sind noch, wofür sie geplant und genau wurden – nämlich als Garanten für Boote. Keine Tische, keine kleinen Terrassen – nur reine Zweckbauten.

Um diese Fischerhütten in Portixol zu erreichen, muss man klettern. Sie waren die perfekten Verstecke für Schmuggler-Boote und Schmuggler-Ware. Hier runter kletterte kein Polizist. In Zeiten des Bürgerkrieges dienten nicht wenige der Bootsgaragen als Verstecke für Menschen, denen der Tod drohte. Die Faschisten ermordeten die Sozialisten, diese wiederum die Faschisten – und auch die Männer der Kirche. Auch Priester wurden in dieser schlimmen Zeit umgebracht.

Es Vedrà im Hintergrund zeigt es: Hier sind wir auf der kleinen Terrasse einer Fischerhütte an der Cala d’Hort. Stellen Sie sich vor, wie romantisch es ist, hier direkt am Meer den Sonnenuntergang zu erleben. Mit einem Glas Rotwein, mit ein bisschen Käse … Wunderbar!

Mit diesem romantischen Ort in Pop des Lleo beenden wir heute unsere Foto-Reportage über die Paläste der Fischer mit den tollen Fotos unseres Fotografen Rüdiger Eichhorn. Vielleicht haben wir Ihnen Lust gemacht, auch einmal diese Schätze der Insel zu entdecken. [/emember_protected]

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