Ibizas Energieproduktion bildet mit einem Anteil von nur 0,36 Prozent grünen Stroms das Schlusslicht auf den Balearen. Allerdings sind dabei die beiden Solarparks noch nicht berücksichtigt.
Formentera als Spitzenreiter auf den Balearen
Ibiza bringt es nur auf 0,36 Prozent. Hier steht Formentera mit 16,5 Prozent deutlich besser da. Die kleine Pityuse ist sogar Vorreiter der Balearen bei Erneuerbaren Energien. Aber auch Mallorca mit einem grünen Anteil von 5,4 und Menorca mit 2,3 Prozent sind dem Ziel von 35 Prozent bis 2030 ein klein wenig nähergekommen. Allerdings ist es schwer vorstellbar, wie in den kommenden sieben Jahren das Agenda 2030-Ziel erreicht werden soll.
Die Zahlen legte die private Stiftung IbizaPreservation am Dienstag in ihrem Nachhaltigkeitsbericht 2022 vor. Sie trägt Daten offizieller und privater Institutionen zusammen und erstellt seit fünf Jahren vergleichbare Barometer.
Solarparks noch nicht berücksichtigt
Auf Ibiza sind Ende 2022 die beiden Solarparks Bosc d’en Lleó (Sant Rafel) und Can Mariano Lluquí (Sant Miquel) ans Netz gegangen. Sie sind also in der Betrachtung noch nicht berücksichtigt und verbessern die magere Bilanz.
Ibiza produzierte 2022 mehr CO₂ als 2021
Knapp 61 Prozent des Stroms, den wir auf Ibiza verbrauchen, liefert das Kabel aus Mallorca, das wiederum vom Festland aus versorgt wird. Der Anteil an Erneuerbarer Energie bei dieser Versorgung vom Festland liegt der Stiftung nicht vor.
Die restlichen 39 Prozent kommen aus dem konventionellen Heizkraftwerk Gesa-Endesa in Eivissa. Das produziert nicht nur Strom, sondern stößt dabei auch 222.000 Tonnen CO₂ aus. Zusammen mit der Festlands-Produktion kam Ibiza Ende 2022 auf 430.000 Tonnen CO₂, 14 Prozent mehr als 2021.
Ein Grund für die schlechte Energie-Bilanz ist die Zunahme von Einwohnern und Touristen auf der Insel und der damit einhergehende Mehrverbrauch an Energie.
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