Die gute Nachricht vorweg: Der staatliche spanische Wetterdienst AEMET hat alle Wetterwarnungen für Ibiza und Formentera aufgehoben. Die Gefahr von Starkregen und Überschwemmungen ist vorbei. Es können zwar noch vereinzelt ein paar Tropfen vom Himmel fallen, aber die sind harmlos. Fazit: Unsere Inseln sind noch einmal davongekommen.
Das heftige Regengebiet über dem Mittelmeer traf am Freitag und Samstag teilweise auch Ibiza und Formentera. Im Norden und Westen schüttete es wie aus Kübeln. Der Strom fiel im Gebiet von Sant Josep aus, während die Hauptstadt „nur“ einen eher mäßigen Landregen erfuhr. Anderswo sah es schlimmer aus. In der Region Kastilien-La Mancha wurden Straßen zu reißenden Flüssen. Eine 102-jährige Frau ertrank in ihrem Haus. Andere Menschen konnten vom Katastrophenschutz gerettet werden. Die Wassermassen schoben Autos übereinander, überfluteten Häuser.
Das, was zu einer echten Katastrophe hätte führen können, spielte sich nur knapp 100 Kilometer von Ibiza und Formentera entfernt auf dem Meer ab. Dort tobte das Unwetter mit voller Wucht. In nur 10 Minuten kamen 160 Liter pro Quadratmeter vom Himmel, innerhalb einer Stunde waren es unfassbare 600 Liter. Das ist die wohl höchstgemessene Menge an Regen, die in Spanien jemals registriert wurde. Man mag sich gar nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn diese Gewitterzellen sich über Ibiza und Formentera entladen hätten.
Haben Sie zum Glück nicht. Und jetzt ist die Gefahr ja vorbei.
Einem schönen Sonntag steht nun nichts mehr im Wege, auch wenn die Sonne sich rar macht…





