Ein zunächst rätselhafter Todesfall auf Ibiza hat nach der Obduktion eine überraschende Wendung genommen. Nach Angaben der Guardia Civil sprechen die bisherigen Ermittlungsergebnisse dafür, dass sich der 38 Jahre alte Spanier die tödlichen Stichverletzungen im Bauchbereich selbst zugefügt hat. Der Fall hatte am vergangenen Wochenende inselweit für Aufsehen gesorgt.
Zwar seien die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen, derzeit deute jedoch alles auf eine suizidale Handlung hin, teilten die Behörden am Dienstag mit. Der Mann war in der Nacht zum Sonntag leblos in seinem verunglückten Wagen entdeckt worden. Das Auto war auf der Umgehungsstraße bei Jesús im Bereich Ca na Negreta von der Fahrbahn abgekommen und schließlich auf der Seite liegen geblieben. Nach Einschätzung der Einsatzkräfte war das Fahrzeug nur mit geringer Geschwindigkeit unterwegs gewesen.
Als Rettungskräfte den Unfallort erreichten, gingen sie zunächst von einem gewöhnlichen Verkehrsunfall aus. Vor Ort stellten sie jedoch fest, dass der Fahrer mehrere Stichverletzungen aufwies und bereits tot war. Der Mann befand allein in dem Fahrzeug.
Hintergründe noch unklar
Inzwischen ist die gerichtsmedizinische Untersuchung abgeschlossen. Nach Angaben der Guardia Civil stützt die Obduktion die Annahme, dass sich der 38-Jährige die Verletzungen selbst beigebracht habe. Eine Stichverletzung im Bauch habe unter anderem zu einer Ausweidung geführt. Zudem fanden Ermittler das mutmaßliche Tatmesser im Fahrzeug.
Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Der Guardia Civil zufolge müssten noch „einige Aspekte geklärt werden“. Gleichwohl sei die derzeit wahrscheinlichste Erklärung ein Suizid. Hinweise auf eine Beteiligung weiterer Personen wurden bislang nicht bekannt.
Unklar sei nach wie vor, weshalb sich der Mann die Verletzungen zugefügt haben soll. Die Ermittler machten bislang weder Angaben zu einem möglichen Suizidmotiv noch dazu, ob möglicherweise eine Erkrankung oder andere persönliche Umstände eine Rolle gespielt haben könnten.
Hinweis:
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