Umweltfrevel: Motorboot neben der Mülltonne

Was tun mit einem ausrangierten Motorboot? Ein findiger und zugleich dreister Zeitgenosse auf Ibiza fand jetzt eine höchst eigenwillige Lösung: Er stellte sein sieben Meter langes Gefährt kurzerhand neben die Müllcontainer der Gemeinde Sant Josep – vermutlich in der Hoffnung, die Müllabfuhr würde es mit der morgendlichen Tour klaglos mitnehmen.

Bei der örtlichen Polizei war man erwartungsgemäß wenig erfreut über eine derart kreative Müllentsorgung. „Wir sind sprachlos angesichts soviel Rücksichtslosigkeit“, kommentierten die Beamten die Tat in den sozialen Medien. Und schossen mit einer Brise schwarzem Humor hinterher: „Da scheute jemand keine Mühen, seinen maritimen Sperrmüll so zu platzieren, dass sich Passanten an dessem Anblick erfreuen können.“

Polizei bitte Bürger um Hilfe bei der Fahndung

Nun fahnden die Ordnungshüter nach dem einfallsreichen Eigner des ausrangierten Motorboots und bitten die Bevölkerung um Mithilfe. Allzu viel Hoffnung haben sie dabei offenbar nicht: „Keine Sorge, Sie müssen nicht den Helden spielen. Ein dezentes Fotoshooting aus sicherer Entfernung genügt uns völlig.“ Den Rest des Jobs würde die Polizei übernehmen.

Das mutwillig gestrandete Boot ist dabei nur die Spitze des Eisbergs. Die Gemeinde kämpft nach eigenen Angaben mit einer wahren Flut zurückgelassener Fahrzeuge. Sage und schreibe 422 herrenlose Gefährte zählten die Beamten im vergangenen Jahr, 232 davon seien bereits fachgerecht entsorgt worden. Die Polizei erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass für die legale Entsorgung Spezialfirmen verantwortlich seien. Die Abholung des ausgemusterten Gefährts sei zumeist kostenlos.

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