Die Stadtverwaltung von Ibizas Inselhauptstadt Eivissa hat eine groß angelegte Säuberungsaktion an zwei beliebten Stränden durchgeführt. Dabei seien insgesamt fast vier Tonnen Abfall entfernt worden, teilte die Gemeinde am Donnerstag mit. Das Großreinemachen fand in Talamanca und Sa Punta statt. Die beiden Buchten sind unter Seglern und Charterbooten als illegale Ankerplätze gefragt.
Bei dem Müll, so geht aus der Pressemitteilung der Kommune weiter hervor, habe es sich hauptsächlich um Betonblöcke am Meeresboden gehandelt, die als Ankerhilfen gedient hätten. Diese stellten eine Gefahr für die geschützten Seegraswiesen und andere maritime Lebensräume dar.
Seegraswiesen sind wichtiger Sauerstoffspender
„Unser Eingreifen soll nicht nur das ökologische Gleichgewicht wiederherstellen, sondern auch neue unkontrollierte Ankerplätze aus dem Verkehr ziehen“, sagte der für Strände verantwortliche Stadtrat Rubén Sousa (Volkspartei PP). Die Posidonia-Seegraswiesen stehen unter besonderem Schutz, da sie die Unterwasserwelt mit notwendigem Sauerstoff versorgen und Fischen und anderen Meerestieren als Brutraum dienen.
Die Säuberungsarbeiten konzentrierten sich an beiden Stränden auf die für Badegäste ausgewiesenen Bereiche. Konkret wurden 3.940 Kilogramm Schutt und andere umweltschädliche Materialien aus dem Wasser geholt. Die Aktion sei Teil eines größeren Plans zum Schutz der Meeresökosysteme rund um Ibiza, so die Stadtverwaltung.