Auf den Straßen der Inselhauptstadt Eivissa überraschen zwei auffällige Fahrbahnmarkierungen, die es auf den Insel bislang nicht gab. Diese haben nach Angaben der Stadtverwaltung einen optischen Effekt.
Auf mehreren Straßen in der Inselhauptstadt Ibiza sollen neue Fahrbahnmarkierungen Autofahrer zum Langsamerfahren bewegen. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, wurden auf einem Abschnitt der Hauptverkehrsader Avinguda de Ignasi Wallis sowie an der Zufahrt zum ehemaligen Fischerviertel La Marina sogenannte „Drachenzähne“ aufgebracht – weiße Dreiecke entlang der Fahrbahnränder, die einen optischen Effekt erzeugen.
Die Markierungen sind so angeordnet, dass ihre Spitzen zur Fahrbahnmitte zeigen. Dadurch entstehe bei Autofahrern der Eindruck, die Spur verenge sich, was sie instinktiv zu einer geringeren Geschwindigkeit veranlasse, heißt es aus dem Rathaus. Ziel sei es, zur Einhaltung des Tempolimits von 30 km/h zu animieren.
Aus Nordspanien importiert
Nach Angaben aus dem Rathaus wurde die Maßnahme an der Avinguda de Ignasi Wallis bewusst gewählt, da sich dort unter anderem ein Sportzentrum und mehrere Schulen befinden. Auch im Bereich La Marina verfolge man denselben Zweck: Fahrzeuge, die aus einer breiteren Straße in das Viertel mit seinen engen Gassen einfahren, sollen rechtzeitig abbremsen.
Die Stadtverwaltung sieht sich als „Vorreiter“ bei der Einführung dieser Verkehrsmaßnahme auf den Balearen. In Spanien waren „Drachenzähne“ erstmals 2021 im Ort Nava de Roa (Provinz Burgos) im Rahmen eines Pilotprojekts der Verkehrsbehörde eingesetzt worden, um deren Wirkung zu testen.
Die Einführung der Markierungen ist Teil eines umfassenden Plan zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Die Stadtregierung unter Bürgermeister Rafa Triguero (Volkspartei, PP) will seit Beginn der Legislaturperiode rund 4,5 Millionen Euro in die Sanierung von mehr als 60 Straßen investiert haben. Dabei gehe es „nicht nur um Ästhetik“, sondern vor allem um mehr Sicherheit im Straßenverkehr, heißt es aus dem Rathaus.
Weitere Maßnahmen
Ergänzend wurden weitere Maßnahmen umgesetzt, oft für den Bürger kaum wahrnehmbar. So wurden zuletzt Motorradparkplätze gezielt näher an Zebrastreifen verlegt, um die Sichtbarkeit für Fußgänger zu verbessern und zu verhindern, dass größere Fahrzeuge diese Flächen blockieren. Diese Praxis entspreche internationalen Empfehlungen zur Verkehrssicherheit, so die Verwaltung.
Zudem wurde die kommunale Verordnung angepasst: Motorräder dürfen nun ausschließlich auf den dafür vorgesehenen Stellflächen parken. Auch die Regeln für Lade- und Lieferzonen wurden überarbeitet, um durch neue Zeitfenster eine höhere Fluktuation bei den Parkplätzen zu erreichen.





