Viele Künstlerinnen der Balearen und ein Künstler, der seit Jahrzehnten auf Ibiza lebt und arbeitet. Im Vorfeld der Kunstmesse Can Art, die vom 25. bis 28. Juni auf dem Messegelände stattfindet, laden den ganzen Monat über an verschiedenen Orten Ibizas und auf Formentera fünf Ausstellungen zum OFF-Programm ein.
Internationale Präsenz
Messe-Direktor Sergio Sancho möchte die Präsenz zeitgenössischer Künstler und ihrer Werke über die Tage der Can Art Fair ausweiten. Die meisten der Künstlerinnen leben und arbeiten auf den Balearen, auch wenn manche aus deem Ausland stammen. Sie haben, von Ausnahmen abgesehen, auf den Pityusen aber noch nicht ausgestellt.

In Sant Antoni, im Far de Ses Coves Blanques, zeigen Catalina Julve (Manacor, 1972) und Federica Furbelli (Varese, 1988) „Pertenencia“ (Zugehörigkeit). Beide arbeiten ähnlich und ergänzen sich in ihren Werken, wie sie betonen. Sie verwandeln den Raum des Leuchtturms in einen Durchgangsort. Die Italienerin Furbelli lebt seit einem Jahr auf Mallorca, die Werke beider sind das erste Mal auf Ibiza zu sehen.
Geöffnet: Dienstag bis Samstag 18 bis 21 Uhr, Samstag auch 10 bis 14 Uhr. Ort: Far de Ses Coves Blanques, Carrer d’Alemanya 1, Sant Antoni.

Im Kulturzentrum Sa Punta des Molí stellt Marina Marón „Lugar de Lugares“ (Ort der Orte) aus. Die 1994 in Madrid geborene Künstlerin lebt auf Ibiza und hat derzeit eine Residenz in der Fundación Ses12Naus. Ihre Ölbilder und Keramik-Skulpturen nehmen die verschiedenen Kulturen und die Architektur der Insel auf. Ort: Carrer de L’Estrella 17, Sant Antoni.

Zum kreativen Urgestein von Ibizas Kunstszene zählt Antonio Villanueva (Toledo 1940). In Es Polvorí, in Dalt Vila, zeigt er neue Arbeiten, aber auch Werke aus den 1960er Jahren. In seinem umfangreichen Werk spielt die Erotik eine große Rolle, so auch hier.
Geöffnet: Dienstag bis Freitag 18 bis 20.30 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 13.30 Uhr. Ort: Es Polvorí, Ronda Narcís Puget Viñas, Baluarte de Santa Lucía, Dalt Vila, Eivissa.

„Mauern aus Beton“ ist eine Installation im Außenbereich des Centro Cultural de Jesús von Mercedes Balle (Palma, 1990). Auch wenn die Mauern aus gelben Baustellen-Netzen sind, versperren sie uns den Weg. Eine Reflexion über Rückzugsort und Schranken.

Die Textilkünstlerin Ana Grajales (Montevideo, 1991) nimmt in ihrem Werk das Thema Migration auf. Im Five Flowers Hotel (Gruppe Paya Hotels) in Es Pujols auf Formentera zeigt sie Arbeiten aus der Wolle von Schafen aus Uruguay und aus Mallorca. „Wir alle suchen einen Ort auf der Welt, zu dem wir gehören, aber wir ziehen ständig Grenzen und setzen Preise fest für das Territorium“, erklärt sie gegenüber der Zeitung „Diario de Ibiza“.
Die Besichtigung aller Ausstellungen ist gratis und bis zum 28. Juni möglich.





