Trotz des dichten Nebels, der Ibiza und Formentera am Wochenende einhüllte, landeten vier Boote mit Immigranten an den Küsten.
Am Sonntag, 17. März, gegen 3.30 Uhr kam das erste Boot mit 18 Personen bei Pilar de la Mola auf Formentera an. Das Boot wurde nicht gefunden, vermutlich setzte der Schleuser die Menschen ab und fuhr zurück an die Küste Algeriens.
Immigranten in Platja d’en Bossa
Ein zweites Boot wurde in La Xanga (Sa Sal Rossa) auf Ibiza gesichtet. Die Guardia Civil nahm die Immigranten in der Nähe der Platja d’en Bossa auf und brachte sie zur Nationalpolizei nach Eivissa. Die Zahl wird mit mindestens 15 angegeben.
In Caló de Sant Agustí auf Formentera ist um 18.35 Uhr ein drittes Boot mit 17 Personen eingetroffen. Und um 19.30 Uhr hat die Seenotrettung ein viertes Boot mit 18 Flüchtlingen eine Seemeile vor Formenteras Nordküste abgefangen.
Die meisten ziehen weiter nach Frankreich
Am Freitag war schon ein Boot auf Formentera abgefangen worden mit elf Immigranten, einer von ihnen könnte minderjährig sein. Die meisten Flüchtlinge stammen aus Algerien, viele aber auch aus Ländern südlich der Sahara. Sie waren alle bei guter Gesundheit. Von Ibiza aus werden sie auf das Festland gebracht und sollen im Prinzip in ihre Heimatländer abgeschoben werden. Viele ziehen aber weiter nach Frankreich, Belgien oder Großbritannien, wo schon Freunde oder Verwandte leben.