Die Schlangenplage auf Ibiza und Formentera weitet sich immer mehr aus. Jetzt haben die Tiere auch die vorgelagerten kleinen Inseln als ihren Lebensraum entdeckt. Doch die Regierung ist nicht untätig, die Invasion der ungebetenen Gäste, die den einheimischen Pityusen-Eidechsen den Garaus machen, zu bekämpfen.

Neues Boot mit EU-Mitteln angeschafft
Mit Mitteln der Europäischen Union konnte jetzt ein neues Motorschlauchboot angeschafft werden, das der Artenschutzbehörde COFIB zur Verfügung gestellt wird.
Diese soll die Population der Eidechsen weiter intensiv kontrollieren, eingewanderte, exotische Arten entdecken und gegebenenfalls bekämpfen. Diese schaden dem Ökosystem auf Ibiza und Formentera erheblich. Das neue Boot ist geeignet, auch die schwer zugänglichen Inselchen besser zu erreichen.
Schlangen bereits auf acht „Islotes“
Auf 16 dieser vorgelagerten „islotes“ vor Ibiza und Formentera sollen jetzt Schlangenfallen aufgestellt werden. „Auf der Hälfte dieser Inseln haben wir bereits Nattern entdeckt“, sagte Miquel Puig, Chef von COFIB. „Und auf den weiteren Inselchen haben wir abgestreifte Außenhäute der Reptilien gefunden, die die Tiere bei ihren Häutungen zurücklassen. Aber solange wir noch keine Schlange wirklich gefangen haben, können wir nicht mit Sicherheit ihre Existenz dort bestätigen.“