Ein Polizeifahrzeug hat in der Nacht zum Freitag auf Ibiza eine 33-jährige Touristin überfahren, die gerade einen Zebrastreifen überquerte. Die Frau erlitt nach Angaben der örtlichen Behörden ein schweres Schädel-Hirn-Trauma und wurde in die Privatklinik Nuestra Señora del Rosario eingeliefert, wo sie stationär behandelt wird.
Der Unfall ereignete sich demnach kurz nach Mitternacht in der Carrer de Josep Zornoza Bernabéu (Eivissa) vor den Augen zahlreicher Zeugen, die sich zu dieser Zeit auf der Terrasse eines nahegelegenen Cafés aufhielten.
Geparktes Fahrzeug behinderte Sicht
Nach Darstellung der Nationalpolizei waren die Beamten zu einem Einsatz gerufen worden, um einen Mann festzunehmen, der gegen Bewährungsauflagen verstoßen hatte. Es habe sich dabei um „einen polizeibekannten Straftäter“ gehandelt, hieß es.
Das Streifenfahrzeug war den Behörden zufolge protokollgemäß mit eingeschalteten Blaulicht und Sirene unterwegs und „fuhr deshalb schneller als in Ortszentren üblich“. Ein entscheidender Faktor für den Unfall sei gewesen, dass die Sicht auf den Zebrastreifen durch ein auf der Gegenfahrbahn geparktes Fahrzeug behindert worden sei.
Lautstarke Kollision schreckte Passanten auf
Der am Steuer sitzende Beamte habe die Frau „erst bemerkt, als es bereits zu spät“ gewesen sei. Obwohl dieser eine Vollbremsung hinlegte, ließ sich der Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Augenzeugen berichteten von einem lauten Knall, der alle Anwesenden aufschrecken ließ.
Nach dem Unfall brachen die unverletzt gebliebenen Polizisten ihre ursprüngliche Mission ab und leisteten der schwer verletzten Frau Erste Hilfe. Ein herbeigerufener Rettungsdienst brachte die Frau ins Krankenhaus.



