Nach großen Demos auf den Kanaren und auf Mallorca haben auch auf Ibiza Menschen gegen den Massentourismus und seine Folgen protestiert. Vor dem Gebäude der Insel-Regierung (Consell) in Eivissa haben sich am Freitag, 24. Mai, rund 1000 Personen eingefunden.
Lebensqualität schwindet
Wie die Zeitungen „Periódico de Ibiza“ und „Diario de Ibiza“ berichten, haben viele Ibizencos ihr Leid geklagt. Sie seien hier geboren und aufgewachsen, aber jetzt könnten sie sich keine Wohnung mehr leisten. Die Insel habe sich sehr verändert – und nicht zum Guten, lautet das Fazit vieler Demonstranten, die ihre Lebensqualität schwinden sehen. „Mehr Autos, mehr Tourismus, mehr rücksichtsloses Verhalten“, wurde aus dem Brief einer Frau zitiert, die die Insel mit ihrer Familie vor einem Jahr schweren Herzens verlassen hat.
Maßnahmen gefordert
Aufgerufen zum Protest hat die Initiative Prou Eivissa. Die Bürgerplattform fordert den Consell auf, Gesetze wie die Zufahrtsbeschränkung im Sommer für Urlauber unbedingt zu verabschieden. Auch der Kampf gegen die Ferienvermietungen müsse verstärkt werden. Das Moratorium, das weitere Gästebetten verhindert, sollte mindestens noch 10 Jahre bestehen bleiben. Und ausländische Investmentfonds müssten daran gehindert werden, ibizenkische Einrichtungen zu erwerben.
Gleichgewicht muss hergestellt werden
Prou versichert gleichzeitig, „Tourismus und wirtschaftlicher Fortschritt sind durchaus zu vereinen mit der Lebensqualität der Bevölkerung Ibizas“. Es ist an der Insel-Regierung, Maßnahmen zu ergreifen, damit dieses Gleichgewicht wieder hergestellt wird.