In Palma dürfen nur noch höchstens drei Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig anlegen. Aber drei Kreuzfahrer mit Tausenden von Menschen ist für Ibiza und Formentera zu viel.
In Paris tagen derzeit die wichtigsten Kreuzschifffahrts-Gesellschaften. Der 2. Europäische Gipfel des Dachverbandes CLIA ist am gestrigen Donnerstag eröffnet worden und die Balearen sind als Gastregion eingeladen. Dieser Inhalt ist nur für Abonennten. IbizaHEUTE berichtete über die Vorverhandlungen in Madrid.
Gleich am Donnerstag haben Tourismusminister Iago Negueruela und die Generaldirektorin für Tourismus, Isabel Vidal, mit dem Dachverband die Planung 2023/2024 für Palmas Hafen vereinbart. Es geht vor allem darum, das Abkommen vom Mai 2022 umzusetzen, das Entzerrung und Nachhaltigkeit bei den Buchungen der Kreuzfahrtschiffe in Palma vorsieht.
So ist nun geregelt, dass es 2023 keine „Sondertage“ mit mehr als drei „Cruceros“ in Palma geben wird. Für 2024 haben die Gesellschaften noch vier Tage mit mehr Schiffen vorgesehen, werden aber Ausweichmöglichkeiten suchen.
Ibizas Hafen überlastet
Für Ibiza sind im März noch keine Ankünfte und Abfahrten auf der Web der Obersten Hafenbehörde der Balearen (APB) einzusehen. Voraussichtlich beginnt die Saison am 2. April. Hier sind ursprünglich zwei Tage mit vier Cruceros auf einmal geplant. Da sich im vergangenen Sommer zeigte, dass schon für das Anlegen von drei Schiffen gleichzeitig die Kapazitäten des Hafens und der Infrastrukturen wie Taxis, Busse und Zubringerfähren nicht ausreichen, wird nach Lösungen gesucht.

Eivissas Bürgermeister Rafa Ruiz hat am Montag, 6. März, Formenteras Inselrats-Präsidentin Ana Juan besucht. Beide sind sich einig, dass auf keinen Fall mehr als drei Schiffe an einem Tag zusammentreffen dürfen. Viele der Kreuzfahrt-Passagiere nutzen den Aufenthalt für einen Tagesausflug nach Formentera. Ana Juan sieht diese Ausflügler nicht gern. Sie wollen alles an einem Tag sehen, verstopfen die Straßen und lassen kaum Geld auf der Insel.
Eivissa möchte ein Abkommen wie Palma erreichen. Derzeit erstellen Rathaus, Unternehmer und Umweltschützer einen Bericht über die positive und negative Auswirkung der Kreuzfahrtschiffe auf Ibiza.