Formentera bleibt bei illegal einreisenden Menschen aus Nordafrika als Einfallstor unverändert beliebt. Allein am vergangenen Wochenende sind nach Angaben der Madrider Regierungsvertretung auf den Balearen insgesamt 93 Migranten auf der Insel aufgegriffen worden.
Einschließlich weiterer Ankünfte am Montagmorgen stieg die Zahl der innerhalb von drei Tagen registrierten Migranten auf 106. Die jüngsten Einsätze ereigneten sich am Sonntagnachmittag. Um 16.36 Uhr fing die Seenotrettung 16 Menschen rund 36 Seemeilen südöstlich von Formentera ab. Nach Angaben der Behörden handelte es sich um elf Menschen aus Ländern südlich der Sahara und fünf Personen aus dem Maghreb.
Nur eine Minute später wurde von einem anderen Schiff eine weitere Gruppe von 16 Migranten unmittelbar vor der Küste Formenteras aufgegriffen. Die aus dem Maghreb stammenden Personen befanden sich nach Behördenangaben knapp 20 Meter von der Küste entfernt – nördlich von Es Caló de Sant Agustí. An dem Einsatz waren neben der Seenotrettung auch die Guardia Civil und deren Spezialeinheit USECIC beteiligt.
Gegen 19 Uhr erreichte schließlich ein weiteres Boot Pilar de la Mola im Osten der Insel. Einsatzkräfte der Guardia Civil und der USECIC griffen dort 17 Menschen nordafrikanischer Herkunft auf.
Wochenbeginn mit neuen Ankünften
Damit wurden am Sonntagnachmittag insgesamt 49 Migranten registriert. Bereits am Sonntagvormittag waren zwei weitere Boote abgefangen worden, an Bord befanden sich zusammen 27 Menschen. Hinzu kam ein Boot, das bereits am Samstagnachmittag vor Formentera gestoppt worden war.
Am Montagmorgen setzte sich die Ankunft der Migrantenboote fort. Nach Angaben der Regierungsvertretung wurde um 7.40 Uhr vor Pilar de la Mola ein weiteres Boot mit 13 Menschen aus dem Maghreb entdeckt. Die Guardia Civil von Formentera war an dem Einsatz beteiligt.
Damit wurden auf Formentera innerhalb von drei Tagen insgesamt 106 Migranten aufgegriffen. Die Zahlen verdeutlichen einmal mehr, wie stark die sogenannte westliche Mittelmeerroute auf die Balearen weiterhin befahren wird. Besonders Formentera ist wegen seiner geografischen Lage an der Südspitze des Archipels ein häufiger Ankunftsort für Boote aus Nordafrika.





