Taxi-Kunden auf Ibiza müssen sich im kommenden Sommer auf höhere Tarife einstellen. Der Inselrat von Ibiza will an diesem Freitag die erste Zustimmung für eine Anpassung der Gebühren erteilen. Die Entscheidung kommt kurz vor Beginn der Hauptsaison.
Der Inselrat reagiert damit auf entsprechende Forderungen des Taxigewerbes. Wie hoch die Tarife künftig ausfallen sollen, teilte die Inselverwaltung bislang nicht mit. Branchenvertreter hatten zuletzt eine Anhebung um sieben bis acht Prozent gefordert. Hintergrund seien deutlich gestiegene Betriebskosten. Der Präsident des Taxi-Verbands FITIE, Toni Roig, hatte bereits im März erklärt, die Anpassung müsse „so schnell wie möglich“ erfolgen.
Besonders die Preise für Kraftstoff, Wartung und Versicherungen hätten die wirtschaftliche Lage vieler Fahrer verschärft. Bis jetzt hält sich die Verwaltung mit Details zurück. Die Branche hoffe weiterhin, dass die geplante Erhöhung den ursprünglichen Forderungen entspreche, so Roig.
Betrieb nicht mehr rentabel
Anders als in anderen Branchen können Taxiunternehmen gestiegene Kosten nicht unmittelbar an Kunden weitergeben, da die Preise behördlich festgelegt werden. Roig hatte bereits im Frühjahr darauf hingewiesen, dass die Gewinnmargen „minimal“ seien und die jüngsten Kostensteigerungen bei einer Überarbeitung der Tarife berücksichtigt werden müssten.
Für die Taxifahrer ist der Zeitpunkt für eine Tariferhöhung entscheidend. In den kommenden Monaten rechnen sie aufgrund der massiven Urlauberströme mit einer deutlich steigenden Nachfrage. Das Taxigewerbe hat daher ausdrücklich davor gewarnt, mit einer Erhöhung bis zum Sommer oder gar länger zu warten.
Derzeit liegt der Kilometerpreis an Werktagen bei 1,21 Euro, hinzu kommt eine Grundgebühr von vier Euro. Nach Angaben der Branche decken die aktuellen Tarife die gestiegenen Ausgaben für Treibstoff, Versicherungen und Wartung schon „seit Längerem nicht mehr ausreichend ab“.





