Bürgermeister Marcos Serra zieht Bilanz

Drei Jahre Wandel in Sant Antoni

Drei Jahre vorüber, ein Jahr bleibt bis zur nächsten Wahl. Sant Antonis Bürgermeister Marcos Serra hat gemeinsam mit seinen Stellvertreterinnen Neus Mateu und Maria Ribas eine Bilanz der bisherigen Legislaturperiode gezogen. Im Mittelpunkt stehen Investitionen in Infrastruktur, Sportanlagen, Sicherheit und die Modernisierung des Ortskerns.

„Diese drei Jahre waren von Investitionen und der Umsetzung von Projekten geprägt, die auf die Bedürfnisse der Gemeinde reagieren“, betonte Serra.

Über 1.000 neue Wohnungen geplant

Als einen der wichtigsten Erfolge bezeichnet die Gemeindeverwaltung den Fortschritt beim neuen Flächennutzungsplan (PGOU). Dieser sieht unter anderem den Bau von mehr als 1.000 bezahlbaren Wohnungen vor.

Geplant sind außerdem fast 600.000 Quadratmeter Grünflächen, mehr als 1.700 zusätzliche öffentliche Parkplätze sowie neue Bildungs-, Sport- und Sozialeinrichtungen.

Ortskern soll attraktiver werden

Ein Schwerpunkt der vergangenen Jahre war die Aufwertung des Ortszentrums.

Dazu gehören der neue Boulevard in der Vara de Rey, der die Promenade und die Sunset-Zone mit dem Zentrum verbinden soll, die künstlerische Neugestaltung der Calle Santa Agnès durch den international bekannten Künstler Okuda San Miguel sowie das neue Kulturzentrum in Can Tonís.

Hinzu kommen die Sanierung von Straßen, Förderprogramme für Fassadenrenovierungen und Zuschüsse für Betriebe in der Lärmschutzzone.

Sechs Millionen Euro für Sportanlagen

Auch im Sportbereich wurde kräftig investiert. Mehr als sechs Millionen Euro flossen in die Modernisierung kommunaler Sportanlagen.

Dazu zählen Verbesserungen im Sportzentrum Sa Pedrera, die Erneuerung des Fußballplatzes in Can Coix, neue Tribünen in Sant Rafel sowie die bevorstehenden Sanierungen der Sporthalle Quartó de Portmany und des Fußballstadions von Sant Antoni.

Zudem wurden die Zuschüsse für Sportvereine innerhalb von drei Jahren von 100.000 auf 280.000 Euro erhöht.

Mehr Polizei und 119 Überwachungskameras

Ein weiteres Schwerpunktthema bleibt die Sicherheit.

Die Gemeinde hat zehn neue Stellen bei der Ortspolizei geschaffen und verfügt inzwischen über 69 Beamte. Hinzu kommen acht spezielle Kontrolleure gegen illegale Aktivitäten und Schwarzangebote im Tourismusbereich.

Gleichzeitig wurde die Zahl der Überwachungskameras auf 119 erhöht. Darunter befinden sich Kennzeichenerkennungssysteme sowie Kameras zur Bekämpfung illegaler Müllablagerungen.

Auch die neue Touristenpolizei (SATE) wurde eingerichtet.

Bürgermeister Marcos Serra (Mitte) bei der Präsentation der Drei-Jahres-Bilanz mit der Ersten Vizebürgermeisterin Neus Mateu (l.), zuständig für Bauwesen, Infrastruktur und Sicherheit, sowie der Zweiten Vizebürgermeisterin María Ribas (r.), verantwortlich für Personal und allgemeine Dienste. Foto: Rathaus Sant Antoni

Mehr Geld für Reinigung und Grünflächen

Sant Antoni investiert außerdem verstärkt in Sauberkeit und Stadtpflege.

Mehr als eine Million Euro zusätzlich fließen in die Straßenreinigung und die Pflege öffentlicher Grünanlagen. Acht neue Mitarbeiter und zusätzliche Spezialfahrzeuge sollen die Dienstleistungen verbessern.

Auch die Überwachung von Müllsammelstellen wurde ausgebaut.

Unterstützung für Familien und junge Menschen

Im Bildungsbereich hebt die Gemeinde die neue Kindertagesstätte in Sant Rafel hervor, die Platz für 67 Kinder bietet.

Gleichzeitig wurden die Zuschüsse für Studenten außerhalb Ibizas erhöht. Neu ist zudem ein Mietzuschussprogramm für über 30-Jährige, das mit 50.000 Euro ausgestattet wurde.

Neue Bootsrampe und mehr Nachhaltigkeit

Zu den weiteren Projekten zählen die neue öffentliche Bootsrampe für kleinere und mittlere Boote, zusätzliche Notfall- und Hochwasserschutzpläne sowie der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge.

Zudem wurde die Grundsteuer (IBI) während der laufenden Legislaturperiode von 0,74 auf 0,68 Prozent gesenkt.

PSOE sieht „drei verlorene Jahre“

Die Opposition bewertet die Bilanz deutlich kritischer.

Die PSOE Ibiza spricht von „drei verlorenen Jahren“ und wirft Marcos Serra vor, vor allem Ankündigungen statt konkreter Lösungen zu liefern. Die Sozialisten bezeichnen den Bürgermeister als „König der Party“ und kritisieren Defizite bei Wohnraum, Sauberkeit, Sicherheit und öffentlichen Dienstleistungen.

Während die Gemeindeverwaltung von einer erfolgreichen Modernisierung Sant Antonis spricht, sieht die Opposition viele der zentralen Probleme weiterhin ungelöst.

Letztes Jahr der Legislatur beginnt

Für das letzte Jahr der Legislaturperiode setzt Serra auf die Fertigstellung wichtiger Sportprojekte, weitere Asphaltierungsmaßnahmen und den Bau eines neuen Spielplatzes in ses Païsses, der zum größten der Insel werden soll. Darüber hinaus steht die Ausschreibung des künftigen Reinigungsvertrags auf der Agenda.

Ob die Bürger die Bilanz des Bürgermeisters oder die Kritik der Opposition überzeugender finden, wird sich spätestens bei den Kommunalwahlen zeigen.

In unserer August-Ausgabe lesen Sie ein exklusives Interview, das IbizaHEUTE mit Bürgermeister Marcos Serra geführt hat.

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