Zwischenfall

Fast-Bruchlandung auf Mallorca: Flüge nach Ibiza umgeleitet

Ein aus Dublin kommendes Passagierflugzeug hat bei der Landung auf dem Flughafen von Palma mit dem Heck die Start- und Landebahn berührt. Verletzt wurde nach Angaben des Flughafenbetreibers Aena niemand. Der Vorfall führte jedoch vorübergehend zu erheblichen Einschränkungen im Flugbetrieb.

Wie Aena mitteilte, musste die betroffene Landebahn am zurückliegenden Samstag zwischen 15.20 und 15.40 Uhr vorübergehend gesperrt werden. Auf der Piste seien Trümmerteile des Flugzeugs entdeckt worden, so der Flughafenbetreiber. Als Folge seien in diesem Zeitraum fünf ankommende Flüge nach Ibiza und einer nach Menorca umgeleitet worden. Starts waren vorübergehend ausgesetzt, bis die Start- und Landebahn vollständig geräumt war.

Nach Angaben der spanischen Fluglotsen war der erste Landeanflug des Flugzeugs zunächst abgebrochen worden, weil der Anflug „nicht ausreichend stabil“ gewesen sei. Beim Vorbeiflug an dem Tower hätten die Lotsen den Verdacht gehabt, dass es zu einem sogenannten „Tailstrike“ gekommen sei – einer Berührung des Hecks mit der Start- und Landebahn. Eine anschließende Kontrolle bestätigte den Verdacht: Auf der Piste lagen Teile der Flugzeugstruktur, weshalb die Landebahn geschlossen werden musste.

Andere Maschine mit wenig Treibstoff

Nach dem Zwischenfall meldete die Besatzung den Fluglotsen nach deren Darstellung ein „schwerwiegendes technisches Problem“, das eine vorrangige Behandlung erforderte, jedoch keinen unmittelbaren Notfall darstellte. Um dem Flugzeug eine schnelle Landung zu ermöglichen, brachen die Lotsen den Anflug einer vorausfliegenden Maschine ab und machten die zweite Landebahn frei. Gleichzeitig wurden die Flughafenfeuerwehr und die Inspektionsteams alarmiert.

Das Flugzeug landete schließlich auf der zweiten Piste und blieb dort zunächst stehen, während die Lage überprüft wurde. Damit waren für kurze Zeit beide Start- und Landebahnen blockiert: Die eine wegen der Trümmerteile, die andere durch das pausiernde Flugzeug. Zusätzlich meldete ein weiteres Flugzeug den Status „Minimum Fuel“. Das bedeutet, dass noch ausreichend Treibstoff für die sichere Landung vorhanden ist, längere Warteschleifen jedoch möglichst vermieden werden sollten.

Nach Angaben der Fluglotsen konnten die Einsatzkräfte die betroffene Piste zügig räumen. Kurz darauf wurde auch die zweite Bahn wieder freigegeben, sodass der Flughafen den regulären Betrieb auf beiden Pisten wieder aufnehmen konnte.

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