Drei neue Projekte

Ibiza investiert Millonen in den Ausbau des Radwegenetzes

Ibiza will sein Netz an Fahrradwegen in den kommenden Monaten deutlich ausbauen. Der Inselrat hat drei entsprechende Projekte mit einem Gesamtvolumen von knapp zehn Millionen Euro auf den Weg gebracht. Entstehen sollen rund zehn Kilometer neue Rad- und kombinierte Rad- und Fußwege. 

Mit dem Vorhaben soll zusammenwachsen, was zusammengehört. Ziel sei weniger der bloße Ausbau der Streckenlänge, sagte der verantwortliche Dezernent für Raumordnung und Verkehrsinfrastruktur, Mariano Juan. Vielmehr gehe es darum, bislang voneinander getrennte Abschnitte des Netzes miteinander zu verbinden und so deren tatsächlichen Nutzen zu erhöhen.

Zwei der drei Vorhaben seien bereits endgültig genehmigt. Die Bauarbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen.

Mehr Sicherheit für Schüler

Das erste Projekt betrifft nach Darstellung Juans die Gemeinde Sant Antoni. Geplant ist dort eine knapp 1,3 Kilometer lange Verbindung für Radfahrer und Fußgänger, die die Wohngebiete Can Tomàs, Can Guillem, Can Bonet und Ses Païsses mit dem Ortskern verknüpfen soll. Die Investitionssumme liege bei rund 2,4 Millionen Euro, so Juan bei der Präsentation des Projekts am Montag.

Neben dem neuen Weg sollen auch die Straßenführung und die Fußgängerbereiche verbessert werden. Vorgesehen sind eine verbesserte Beleuchtung, optimierte Ampelanlagen sowie Markierungen am Fahrbahnrand. Letztere sollen Autofahrer dazu bewegen, den Fuß vom Gaspedal zu nehmen.

Vom Zentrum Sant Antonis zieht sich der künftige Radweg in Richtung Cala Salada. Foto: Inselrat von Ibiza

Mit einem Budget von 5,3 Millionen Euro ist das zweite Projekt das größte der drei Vorhaben. Geplant ist ein mehr als zwei Kilometer langer Radweg zwischen dem Kreisverkehr von S’Illot am Ortseingang von Sant Antoni und der nördlichen Umgehungsstraße. Die Strecke soll an mehreren Bildungs- und Sporteinrichtungen vorbeiführen, darunter der Schule Quartó de Portmany.

Nach Angaben des Inselrats war diese Verbindung insbesondere von Eltern und Schülern gefordert worden. Im Zuge der Arbeiten sollen zudem neue Leitungen für Trinkwasser, Abwasser und Gas verlegt werden.

Umfassendes Mobilitätskonzept

Das dritte Vorhaben sieht einen rund 2,5 Kilometer langen Radweg zwischen Puig d’en Valls und Ca na Negreta (Santa Eulària) vor. Mit einem Budget von zwei Millionen Euro soll damit eine seit Jahren bestehende Lücke im Radwegenetz geschlossen werden. Über die Fuß- und Radwegbrücke von Sa Colomera soll künftig eine durchgehende und sichere Verbindung bis in die Inselhauptstadt Eivissa möglich sein. Zudem entsteht ein Anschluss an den Radweg in Richtung Sant Joan.

Juan sprach von bereits beschlossenen Projekten mit gesicherter Finanzierung. „Wir sprechen nicht von Luftschlössern“, sagte er. Die Vorhaben seien Teil eines „umfassenderen Mobilitätskonzepts“ für die Insel, zu dem auch die im vergangenen Sommer eingeführte Fahrzeugbegrenzung sowie der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs gehörten.

Auf lobende Worte stießen die drei Projekte bei den Umweltschutzgruppen IbizaPreservation und A Vila en Bici, die sich seit Jahren für den Ausbau der Radwege einsetzen und nach Angaben des Inselrats auch an der Planung der neuen Verbindungen beteiligt waren.

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