Der Inselrat von Ibiza hat den ersten Transport von Restmüll nach Mallorca erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Pilotprojekts wurden in der Nacht rund 120 Tonnen Abfälle von der Umweltanlage Ca na Putxa nach Palma gebracht. Dort werden sie in den Anlagen des öffentlichen Entsorgungsunternehmens Tirme weiterbehandelt.
Hintergrund ist die fehlende Müllverbrennungsanlage auf Ibiza. Um die Entsorgung des Restmülls langfristig sicherzustellen, testet der Inselrat nun den Transport nach Mallorca.
Erste Lieferung erfolgreich in Palma angekommen
Die Umweltdezernenten der Inselräte von Ibiza und Mallorca, Ignacio Andrés und Pedro Bestard, begleiteten den gesamten Ablauf – von der Verladung der Lkw auf Ibiza bis zur Ankunft und Behandlung der Abfälle auf Mallorca.
Fünf Lkw mit 120 Tonnen Restmüll
Nach Angaben des Inselrats wurden beim ersten Transport fünf Lkw-Plattformen mit insgesamt rund 120 Tonnen Restmüll beladen. Die Abfälle wurden zuvor in Ca na Putxa zu Ballen gepresst, vollständig verpackt und gegen Geruchsbildung sowie Insekten behandelt.
Die Transporte erfolgen in vollständig geschlossenen Fahrzeugen, um Umweltbelastungen während des Transports zu vermeiden.

Pilotprojekt mit bis zu sieben Lkw pro Tag
Die Vereinbarung zwischen den Inselräten von Ibiza und Mallorca sieht vor, dass an Werktagen bis zu sieben Lastwagen mit Restmüll nach Mallorca gebracht werden können. Die Fahrten auf Mallorca finden ausschließlich nachts statt, um den Verkehr möglichst wenig zu beeinträchtigen.
Nach Angaben des Inselrats fahren täglich durchschnittlich rund 780 Lastwagen die Müllverbrennungsanlage Son Reus an. Die zusätzlichen Transporte aus Ibiza machten weniger als ein Prozent dieses Verkehrs aus.
Mallorcas Umweltdezernent Pedro Bestard betonte zudem, dass die Anlage in Son Reus derzeit nur zu etwa 70 Prozent ausgelastet sei und deshalb über ausreichende Kapazitäten verfüge, um auch den Restmüll aus Ibiza zu behandeln.

Ibiza trägt die Transportkosten
Grundlage des Pilotprojekts ist eine Vereinbarung zwischen den Inselräten beider Inseln. Darin ist festgelegt, dass der Inselrat von Ibiza sowohl den See- als auch den Straßentransport organisiert und sämtliche Transportkosten übernimmt.
Das Pilotprojekt soll Erkenntnisse darüber liefern, ob der regelmäßige Transport von Restmüll nach Mallorca langfristig sinnvoll ist. Gleichzeitig wird auf Ibiza weiterhin über einen möglichen Ausbau der Anlage Ca na Putxa um eine Müllverbrennungsanlage diskutiert.






