Ibiza wird illegale Vermietungen unterbinden

Die Vermietung illegaler Ferienwohnungen boomt.Aber erstmals hat Ibizas Insel-Regierung ein juristisches Mittel in der Hand, um uneinsichtige Geschäftemacher auszubremsen.

Im August sind nach offiziellen Zahlen 100.000 der 654.000 Urlauber auf den Pityusen privat untergekommen. 22.000 in ihren eigenen Domizilen und 78.000 offensichtlich in Wohnungen oder Häusern, die im Internet angeboten werden und keine Genehmigung haben. Das wären 55 Prozent mehr als im August 2022.

430.000 Euro Strafen

Ibizas Insel-Regierung (Consell) hat in diesem Jahr 430.000 Euro an Strafen eingenommen. 100 Anzeigen auf Plattformen wurden zurückgezogen. Guardia Civil und Nationalpolizei haben 85 anonyme Vermieter identifiziert, die ohne Genehmigung auf Ibiza Ferienobjekte anbieten. Das bestätigt der Vizepräsident des Inselrats, Mariano Juan.

Statt fünf seien jetzt acht Inspektoren am Werk, deshalb sind derzeit Verfahren gegen 170 Objekte eingeleitet. Insgesamt wurden Bußgelder über 1,5 Millionen Euro eingenommen, so Juan, der sich gegen den Vorwurf der Untätigkeit wehrt.

Schließung als juristisches Mittel

Nachdem die Möglichkeit des Schließens illegaler Objekte rechtskräftig ist, IbizaHEUTE berichtete gestern, kann die Insel-Regierung schon in laufenden Verfahren davon Gebrauch machen. Etwa, wenn erwischte Geschäftemacher, trotz des Verbots, weiter illegal vermieten.

Sollten sie die Versiegelung dann einfach aufbrechen, handelt es sich nicht mehr um ein Verwaltungsdelikt, sondern um eine Straftat. Damit hat der Consell endlich ein juristisches Mittel in der Hand, so der Inselrats-Präsident Vicent Marí, der die Balearen-Regierung in Palma viele Jahre vergeblich um eine solche Möglichkeit bat.

Wohnung muss leer sein

Die Behörden können aber nur eingreifen, wenn die Wohnung gerade leer und nicht bewohnt ist. Ansonsten benötigen sie wie im Hotelzimmer oder in besetzten Häusern eine richterliche Verfügung, denn das Heim in Spanien ist verfassungsmäßig „unantastbar“.

Ibizas Consell ist zuversichtlich, dass die Androhung der Schließung Früchte trägt. Es sei ein Unterschied, ob eine Verwaltungsstrafe oder ob handfeste Konsequenzen drohen, so Mariano Juan.

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