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Illegale Schrottplatz auf Formentera entdeckt – acht Anzeigen

Die Guardia Civil hat auf Formentera eine mutmaßlich illegale Werkstatt für die Reparatur von Elektromotoren und Wasserpumpen ausgehoben. Wie die Behörden am Montag mitteilten, seien bei einer Kontrolle auf einem abgelegenen Grundstück insgesamt acht Anzeigen wegen verschiedener mutmaßlicher Verstöße gestellt worden.

Die Inspektion führte die Umwelteinheit Seprona demnach bereits Ende April durch. Anlass seien Hinweise auf mögliche Unregelmäßigkeiten auf dem Grundstück gewesen, hieß es seitens der Guardia Civil. Vor Ort hätten die Beamten festgestellt, dass dort offenbar „regelmäßig Reparaturarbeiten an Elektromotoren und Wasserpumpen“ durchgeführt worden seien.

Komplizierte Entsorgung

Nach Angaben der Ermittler fanden die Einsatzkräfte auf dem Gelände „große Mengen an Metallschrott, Werkzeugen, Elektrogeräten und ausrangierten Motoren“. Zudem hätten die Beamten ein Werkstattlager entdeckt, in dem die Reparaturarbeiten mutmaßlich durchgeführt worden seien. Die Anlage habe den Eindruck eines „dauerhaft betriebenen Gewerbes“ vermittelt – obwohl sich das Grundstück in einem besonders geschützten ländlichen Gebiet befinde.

Der illegale Schrottplatz auf Formentera. Foto: Guardia Civil

Im Mittelpunkt der Vorwürfe stehen demnach mutmaßlich Verstöße gegen mehrere Vorschriften und Auflagen. Allein drei Anzeigen betreffen das spanische Abfallgesetz 7/2022 zu kontaminierten Böden und Kreislaufwirtschaft. Die Guardia Civil wirft den Verantwortlichen eine „unkontrollierte Lagerung von Abfällen“ sowie deren Verbrennung vor. Gerade auf den Pityusen, wie Ibiza und Formentera im Doppelpack bezeichnet werden, gelten offene Müllverbrennungen wegen der schwierigen Entsorgung als besonders problematisch. Gleichzeitig steigt mit den illegalen Feuern die Waldbrandgefahr, insbesondere in den heißen und trockenen Sommermonaten.

Behörden verstärken Kontrollen

Hinzu kommt nach Angaben der Behörden eine Anzeige wegen des mutmaßlichen Verstoßes gegen Industrieauflagen. Demnach sei auf dem Gelände eine industrielle Tätigkeit ausgeübt worden, ohne dass die dafür erforderlichen technischen und sicherheitsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt gewesen seien.

Weitere Anzeigen beträfen fehlende Betriebsgenehmigungen sowie Verstöße gegen das Baurecht. Nach Darstellung der Ermittler sei die Tätigkeit „ohne die erforderliche Lizenz“ erfolgt. Zudem sei eine derartige  Nutzung des Grundstücks mit den strengen Vorschriften für ländliche Flächen (suelo rústico) auf den Balearen „nicht vereinbar“.

Die Behörden haben ihre Kontrollen nach eigenen Angaben in den vergangenen Jahren deutlich verstärkt. Grund hierfür sie eine „deutlich gestiegene Zahl“ nicht genehmigter Aktivitäten.

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