Ca na Putxa

Mülldeponie auf Ibiza: Anwohner machen Druck auf Inselrat

Die Bürgerinitiative Hay Soluciones para el Vertedero de Ibiza (Für die Mülldeponie gibt es eine Lösung) setzt den Dialog mit dem Inselrat von Ibiza fort. Bei einem ersten Treffen im Rahmen eines künftig monatlichen Austauschs ging es vor allem um die Situation rund um die Deponie Ca na Putxa – ein Thema, das die Anwohner seit Jahren beschäftigt. Sie klagen über anhaltende Geruchsbelästigung und Gasemissionen.

Wie die Initiative mitteilte, fand das Gespräch per Videokonferenz mit Umweltdezernent Ignacio Andrés (Volkspartei, PP) statt. Auf der Tagesordnung hätten „die wichtigsten Anliegen der betroffenen Anwohner“ gestanden, die in der Nähe der Deponie und der Sortieranlagen leben. Im Mittelpunkt seien konkrete Maßnahmen gegen üble Gerüche und den Ausstoß von Methan gestanden.

Abtransport nach Mallorca

Nach Angaben des Inselrats sind für die Schließung der Kompostierungshalle, die Einrichtung einer Unterdruckatmosphäre sowie den Austausch der bisherigen Filter gegen moderne Aktivkohlefilter insgesamt 17 Millionen Euro eingeplant, um die Geruchsbelästigung zu reduzieren. Ende Januar habe die Balearen-Regierung zudem eine Anpassung der Umweltauflagen beschlossen. Damit könne das Betreiberkonsortium UTE Giref die vorgesehenen Arbeiten in Angriff nehmen. Die Bürgerinitiative mahnt Tempo an: Gesundheit und Wohlbefinden müssten „oberste Priorität“ haben.

Diskutiert wurde auch der geplante Teiltransport von Müll aus Ibiza und Formentera zur Verbrennungsanlage Son Reus auf Mallorca. Noch vor dem Sommer solle ein Pilotprojekt starten, so der Inselrat. Die Initiative begrüßte, dass die rechtliche Grundlage dafür im Januar geschaffen worden sei. Nun stehe eine Vereinbarung zwischen den Inselräten von Mallorca und Ibiza an.

Schließlich ging es um Brandschutz und Landschaftsbild. Die Initiative sprach sich für „die Pflanzung einheimischer, hochwachsender Arten als Sichtschutz“ aus und forderte eine intensivere Säuberung der umliegenden Wälder zur Vorbeugung von Bränden. Der Inselrat habe die Notwendigkeit entsprechender Schritte anerkannt, hieß es nach dem Gespräch. Zudem kündigte die Initiative an, sich im Rahmen von „Plastic Free, Zero Waste“ an einem geplanten Aktionsplan zur Abfallvermeidung zu beteiligen.

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