Nach mehr als 20 Stunden ohne Internet ist Ibiza wieder ins digitale Zeitalter zurückgekehrt. Der spanische Telekommunikationskonzern Telefónica teilte am Freitag gegen 11 Uhr mit, die zuletzt aufgetretenen Probleme bei der Internet- und Mobilfunkversorgung behoben zu haben. Auf Formentera sollte der Service jedoch erst nach 12 Uhr vollständig wiederhergestellt worden, berichtete ein örtlicher Radiosender unter Berufung auf Unternehmensangaben.
Der Grund für zwei Inseln im zeitweisen offline-Modus: Im Rahmen eines Verkehrsunfalls hatte am Donnerstag gegen 15.30 Uhr ein Lastwagen zwei Masten mit Glasfaserkabeln zum Einsturz gebracht. Im Anschluss ging auf Ibiza und Formentera nichts mehr. Kartenzahlungen in Geschäften waren unmöglich, Geldautomaten funktionsunfähig und mehrere Telefonanbieter meldeten Störungen bei Daten- und Sprachdiensten.
Nur ein kleiner Provider hatte vorgesorgt
Nicht alle Inselbewohner waren im gleichen Ausmaß betroffen. Rund 1.500 Kunden des regionalen Anbieters Ib-red sollen von dem Ausfall verschont geblieben sein. „Das war einer Vorsichtsmaßnahme zu verdanken, die wir nach der Saison 2013 getroffen hatten“, sagte deren Leiter für Technik und Entwicklung, Francisco Hidalgo. Damals war Formentera zeitweise ohne Internet und 3G-Mobilfunkdienste geblieben, nachdem Anker von Charterbooten das Unterwasser-Glasfaserkabel beschädigt hatten.
Spaniens größter Internetprovider Telefónica machte bislang keine Angaben zur genauen Zahl der betroffenen Kunden und teilte lediglich mit, dass die manche Schäden bereits in der Nacht von Donnerstag auf Freitag behoben worden seien.



