Schutz vor den Piraten

Puig de Missa: Gotteshaus mit Kanonen

Puig de Missa – auf dem Hügel in Santa Eulària im Norden Ibizas steht eine der ältesten Wehrkirchen der Insel. Erbaut wurde sie im 16. Jahrhundert. Sie war Gotteshaus und Festung. Tauchten die Schiffe der gefürchteten Piraten aus Nordafrika auf, suchte die Bevölkerung des damals kleinen Ortes am Meer Schutz in der Kirche. Meterdicke Mauern waren für die Seeräuber ein Hindernis, das sie nie überwanden. Dazu wurden sie mit einem Kugelhagel empfangen. Denn auf dem Turm der Kirche waren Soldaten stationiert. Sie hatten nicht nur Flinten, sondern auch Kanonen. Damit sicherten sie auch das Tal am Fluss mit den Getreidemühlen. Die Piraten kamen, um das Korn zu stehlen, Häuser zu überfallen und Menschen für die Sklavenmärkte des Orients zu verschleppen.

Im Licht des aufziehenden Abends mit dem rosafarbenen Himmel bietet die einstige Festung jetzt ein romantisches und friedliches Bild. Unser Fotograf Rüdiger Eichhorn hat es gestern Abend fotografiert – wunderbar…

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