Was für ein Unglück! Ein zwei Monate altes Mädchen ist am Donnerstag an der Migjorn-Küste von herabfallenden Felsen verschüttet worden und gestorben. Der 33 Jahre alte Vater wurde verletzt.
Tragödie in Es Copinar
Der Mann hatte sich mit dem Baby in Es Copinar am Ende des Migjorn wohl dicht unter die Felsen in den Schatten gelegt. Als die Brocken herunterfielen, war es 12.20 Uhr. Die Mutter spielte mit ihrem Sohn in der Nähe am Strand. Mehrere Personen mit Erste-Hilfe-Erfahrungen versuchten, das Baby zu reanimieren, bis der Rettungswagen eintraf.
Vater und Tochter wurden von einer Ambulanz ins Krankenhaus Formentera gebracht. Die Sanitäter forderten einen Hubschrauber an, um das Baby in das Krankenhaus Son Espases nach Mallorca zu fliegen. Dort gibt es eine Notfallstation für Kinder. Doch das kleine Mädchen starb, noch bevor der Helikopter eintraf.
Beileid der Regierungschefin
Die Polizei sperrte die Zone des Steinschlags ab. Offensichtlich handelt es sich bei der kleinen Familie um Andalusier, die auf Formentera Urlaub machten. Die Regierungschefin der Balearen, Marga Prohens, teilte der Familie ihr Beileid mit. Als Mutter leide sie mit, schrieb sie.
Lange Amtswege
Wie inzwischen bekannt wird, hatte sich Formenteras Inselrat für Strand und Küste, Asier Fernández, schon vor Tagen mit dem Küstenamt der Balearen in Palma in Verbindung gesetzt, weil dieser Teil der Küste brüchig sei und Gefahr bestehe. Vielleicht kann Prohens sich dafür einsetzen, dass lange Amtswege verkürzt werden.
Warnung grundsätzlich
Lehmige rote Steilküsten mit Überhängen sind eine Gefahr auf Formentera wie auf Ibiza, denn immer wieder rutschen Felsbrocken herunter. Manche Strände sind abgesperrt, oder Schilder weisen auf die Gefahr hin. Auch wenn nahe der Felsen der natürliche Schatten lockt, sollte die Warnung unbedingt ernst genommen werden. Legen Sie sich lieber dichter ans Wasser und auf keinen Fall unter Überhänge.





