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Ibiza-Stadt

Tödlicher Felssturz

Totes Baby: Eltern verklagen Behörden

Ein Jahr nach dem tragischen Tod eines zwei Monate alten Säuglings durch einen Felssturz am Strand Es Copinar auf Formentera haben die Angehörigen Klage gegen mehrere Behörden eingereicht. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge werfen sie der Gemeinde Formentera, dem Inselrat, der Landesregierung und der Zentralregierung in Madrid fahrlässige Tötung und Körperverletzung vor.

Zur Erinnerung: Der Vorfall ereignete sich am 18. Juli vergangenen Jahres im Bereich des Migjorn-Strandes. Das Baby und sein 33-jähriger Vater waren von herabstürzenden Felsen getroffen worden. Trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen verstarb der Säugling noch vor Ort. Ursprünglich sollte das Kind mit einem Hubschrauber in die Kinderintensivstation des Krankenhauses Son Espases auf Mallorca gebracht werden, doch dazu kam es nicht mehr. Der Vater wurde am selben Tag aus dem Krankenhaus entlassen.

Ordnungsgemäßer Gefahrenhinweis fehlte

Nach dem Unglück sperrte die örtliche Polizei den Strandabschnitt ab, um weitere Besucher vor der Gefahrenzone zu schützen. Die balearische Ministerpräsidentin Marga Prohens sprach der Familie ihr Beileid aus. „Als Mutter ist es schwer, nicht an das Leiden der Familie in diesen Momenten zu denken“, schrieb sie damals auf X (vormals Twitter).

Die Familie macht nun geltend, dass der Tod durch eine ordnungsgemäße Kennzeichnung der Gefahrenstelle hätte verhindert werden können. Sie sieht in der unzureichenden Warnung vor den instabilen Felsen eine schwere Fahrlässigkeit der zuständigen Behörden. Das Unglück hatte seinerzeit auf Formentera und den benachbarten Inseln für große Bestürzung gesorgt.

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