Diesen Flug nach Ibiza werden zwei Passagiere aus Großbritannien so schnell nicht vergessen: Ein französisches Strafgericht in Toulouse hat die beiden wegen ihres Verhaltens an Bord eines Ryanair-Fluges zu einer Geldstrafe von insgesamt mehr als 10.000 Euro verurteilt.
Zudem hatte das Gericht in Toulouse eine zehnmonatige Haftstrafe auf Bewährung verhängt. Wie die Fluggesellschaft mitteilte, ereignete sich der Vorfall im Mai 2025 auf einem Flug von London-Stansted nach Ibiza. Nach Angaben von Ryanair hätten sich die beiden Männer gegenüber anderen Fluggästen „missbräuchlich“ verhalten und wiederholt Anweisungen der sechsköpfigen Besatzung missachtet.
Die Situation an Bord sei schließlich derart eskaliert, dass die Maschine außerplanmäßig im südfranzösischen Toulouse landen musste. An Bord befanden sich nach Unternehmensangaben 184 Passagiere. Der Flug habe unterbrochen werden müssen, wodurch sich die Reise für sämtliche Reisenden erheblich verzögert habe.
Ryanair mit Null-Toleranz-Politik
Das zuständige Strafgericht sprach die beiden Briten schuldig. Neben der Bewährungsstrafe müssen sie eine gemeinsame Geldstrafe von mehr als 10.000 Euro zahlen.
Ryanair begrüßte das Urteil ausdrücklich. Es sei „inakzeptabel“, erklärte ein Sprecher der Airline, dass Passagiere auf dem Weg in den Urlaub „unnötige Unterbrechungen und eine Verkürzung ihrer Erholungszeit“ durch das Verhalten einzelner Störer hinnehmen müssten. Das Urteil zeige nur „eine von vielen möglichen Konsequenzen“ für Fluggäste, die den Ablauf eines Fluges störten.
Die irische Billigfluggesellschaft verweist seit Jahren auf eine Politik der „Null Toleranz“ gegenüber aggressivem oder störendem Verhalten an Bord. Man hoffe, dass das Urteil künftig abschreckend wirke und dazu beitrage, „dass Passagiere und Besatzung in einer angenehmen und respektvollen Umgebung reisen können“.





