Ibiza und Formentera bereiten sich mit umfangreichen Verkehrsmaßnahmen auf den erwarteten Besucheransturm zur Sonnenfinsternis am 12. August vor. Zwischen 15 und 21 Uhr werden die Zufahrten zu mehreren besonders beliebten Aussichtspunkten eingeschränkt. Gleichzeitig richtet die Balearen-Regierung auf den beiden Inseln insgesamt acht offizielle Beobachtungszonen ein, um den Andrang besser zu lenken und die Sicherheit zu gewährleisten.
Betroffen sind auf Ibiza die Zufahrten nach Cala d’Hort, Platges de Comte, Cala Molí und Cala Bassa. Auf Formentera werden die Zufahrten zum Cap de Barbaria und zur Cala Saona zeitweise gesperrt. Die Behörden weisen darauf hin, dass die Sperrungen je nach Verkehrslage auch früher beginnen oder länger andauern können – etwa dann, wenn Parkplätze ausgelastet sind oder sich Staus bilden.
Sechs Beobachtungspunkte auf Ibiza
Von den Einschränkungen ausgenommen sind Anwohner, Eigentümer von Häusern in den betroffenen Gebieten, Beschäftigte, Hotel- und Restaurantgäste mit Reservierung, öffentliche Verkehrsmittel sowie Einsatz- und Rettungsfahrzeuge. Voraussetzung ist ein entsprechender Nachweis. Lieferverkehr soll während der Sperrzeiten hingegen nicht zugelassen werden.
Nach Angaben der Balearen-Regierung geht es bei den Maßnahmen ausdrücklich nicht darum, die Mobilität auf den Inseln einzuschränken. Ziel sei vielmehr, eine Überlastung der Zufahrtsstraßen zu Stränden, Aussichtspunkten und empfindlichen Naturräumen zu verhindern und gleichzeitig sicherzustellen, dass Rettungsdienste im Ernstfall schnell eingreifen können.
Zusätzlich wurden archipelweit 26 offizielle Beobachtungszonen eingerichtet, davon sechs auf Ibiza und zwei auf Formentera. Auf Ibiza befinden sie sich an der Küste von Sant Antoni, in Cala Tarida, Sa Pedrera bei Port d’es Torrent, an den Platges de Comte, in Cala Vedella und Cala Gració. Auf Formentera wurden S’Estany des Peix und Es Arenals ausgewählt. Darüber hinaus steht der Leuchtturm Punta des Moscarter bei Portinatx als Beobachtungsstandort für wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung.
Unnötige Fahrten vermeiden
Die Landesregierung verweist darauf, dass diese Standorte „nicht zwingend den besten Blick“ auf die Sonnenfinsternis bieten. Ausschlaggebend seien vielmehr Kriterien wie Sicherheit, gute Erreichbarkeit, ausreichende Kapazitäten, Parkmöglichkeiten und die Möglichkeit, Rettungskräfte im Bedarfsfall schnell einzusetzen. Den Angaben zufolge wurden dafür mehr als 100 mögliche Standorte auf den Balearen geprüft.
Sowohl Einwohnern als auch Urlaubern empfehlen die Behörden, ihre Fahrten für den 12. August frühzeitig zu planen, unnötige Autofahrten am Nachmittag möglichst zu vermeiden und sich ausschließlich über offizielle Informationskanäle über aktuelle Verkehrslagen, Sperrungen und Sicherheitsmaßnahmen zu informieren.





