Kaum waren die ersten chirurgischen Eingriffe wieder möglich, musste das Krankenhaus auf Formentera den OP-Betrieb erneut einschränken. Wieder waren starke Regenfälle für den Wassereintritt verantwortlich.
Starke Regenfälle machen dem Krankenhaus auf Formentera weiterhin zu schaffen. Nur einen Tag nachdem der Operationsbereich wieder Eingriffe freigegeben worden war, ist erneut Wasser in die Räumlichkeiten eingedrungen. Die Regenfälle in der Nacht zum Donnerstag zwangen das Krankenhaus deshalb, geplante Operationen vorerst wieder auszusetzen.
Suche nach Eintrittsstelle
Der Gesundheitsdienst von Ibiza und Formentera beschränkte die Nutzung des Operationssaals vorsorglich auf dringende und medizinisch unaufschiebbare Eingriffe. Auch Geburten könnten weiterhin wie gewohnt im Krankenhaus betreut werden, hieß es am Donnerstag. Alle anderen Operationen blieben aber ausgesetzt, bis die Sicherheit der Räumlichkeiten gewährleistet sei.
Erst am Mittwoch hatte das Krankenhaus den OP-Bereich wieder in Betrieb genommen. Seit den heftigen Niederschlägen im Oktober waren geplante Eingriffe dort nicht mehr möglich gewesen. Die Unterbrechung sollte Zeit für Reinigungs-, Desinfektions- und Instandsetzungsarbeiten schaffen. Nachdem diese abgeschlossen waren, schien eine Rückkehr zum regulären Betrieb möglich. Doch bereits in der darauffolgenden Nacht kam es erneut zu Wassereinbrüchen.
Nach Angaben von IB-Salut suchen die zuständigen Teams nun nach der genauen Eintrittsstelle des Wassers. Sie müssten zunächst herausfinden, „wo genau das Wasser eindringt“, um anschließend die notwendigen Maßnahmen zur Behebung des Problems ergreifen zu können. Ziel sei es, weitere Wassereinbrüche bei starken Regenfällen zu verhindern.
Insel bietet kaum Alternativen
Einen Termin für die Wiederaufnahme der planbaren Operationen nannte die Gesundheitsbehörde zunächst nicht. Dieser hänge davon ab, wie schnell sich die Ursache der Schäden feststellen und beseitigen lasse.
Die erneute Einschränkung begründet das Gesundheitsamt ausdrücklich mit Vorsichtsmaßnahmen und der Sicherheit von Patienten und medizinischem Personal. Geplante Eingriffe könnten erst dann wieder stattfinden, wenn die dafür erforderlichen Bedingungen gewährleistet seien. Über den Fortgang der Arbeiten und die Wiederaufnahme des OP-Betriebs wolle die Behörde die Öffentlichkeit informieren.
Für die Bewohner Formenteras ist die Funktionsfähigkeit der einzigen Klinik der Insel besonders wichtig: Bei vielen medizinischen Fachrichtungen sind die Alternativen stark begrenzt. Für weitergehende Behandlungen müssen Patienten gegebenenfalls auf Ibiza oder Mallorca zurückgreifen.





