Jenseits des sandigen Stadtstrands in Ses Figueretes wird es für Fußgänger ungemütlich. Der felsige Küstenabschnitt soll jetzt mit einer neuen Holzkonstruktion leichter zugänglich gemacht werden.
Der Stadtrat von Eivissa hat den Weg für ein neues Küstenprojekt freigemacht. In seiner Sitzung am Donnerstag billigte das Plenum den Antrag auf eine staatliche Genehmigung zur Nutzung des öffentlich-rechtlichen Küstenstreifens zwischen der bestehenden Promenade in Ses Figueretes und den angrenzenden Strandabschnitten Es Viver. Letztere waren nach Beseitigung baulicher Mängel erst vor Kurzem wieder für Anwohner und Besucher zugänglich gemacht worden.
Geplant ist demnach ein rund 760 Meter langer und drei Meter breiter Fußweg entlang der felsigen Küste. Nach Angaben des Rathauses handele es sich um einen „Eingriff mit geringer Auswirkung auf das Ökosystem“. Vorgesehen ist eine durchgehende Stegkonstruktion aus synthetischen Holzplanken. Unterschiedlich hohe Pfeiler sollen Unebenheiten im Gelände ausgleichen. Die Gesamtfläche des Projekts beträgt knapp 2.600 Quadratmeter.
Das letzte Wort hat Madrid
Rechtlich ist das Vorhaben an klare Vorgaben gebunden: Jede nicht demontierbare bauliche Nutzung des staatlichen Küstenraums bedarf einer ausdrücklichen Genehmigung der in Madrid ansässigen Küstenbehörde. Mit dem nun gefassten Beschluss bringt die Stadt das entsprechende Verwaltungsverfahren auf den Weg.
An mehreren Stellen sind Zugänge mit Rampen und Treppen vorgesehen, um neue Badebereiche zu erschließen. Die Anschlüsse sollen sich an beiden Enden der Strecke sowie an den Verbindungen zur Carrer del Quartó de Balansat und zur Carrer de Carles Roman Ferrer befinden. Die Beleuchtung ist mit solarbetriebenen Leuchten geplant, um „zusätzliche Kabeltrassen zu vermeiden“ und den Eingriff in die Umgebung zu begrenzen.
Nach Darstellung der Stadt berücksichtigen die technischen Gutachten bereits einen möglichen Meeresspiegelanstieg infolge des Klimawandels. Die Höhe des Stegs liege „selbst im ungünstigsten Szenario“ über dem prognostizierten globalen Anstieg, heißt es seitens der Stadt. Zudem sei das Bauwerk für „extreme Hochwassersituationen“ mit entsprechend vorbehandelten Materialien ausgelegt.





