Sturmtief „Adam“ auf Ibiza

„Adam“ trifft die Gemeinde Santa Eulària mit voller Wucht

77 Liter Regen in nur sechs Stunden: Das Unwetter hat in der Gemeinde Santa Eulària erhebliche Schäden angerichtet. Besonders betroffen sind es Figueral, es Canar und Cala Llenya. Mehrere Straßen mussten gesperrt werden, ein riesiger Felsbrocken blockierte zeitweise eine Fahrbahn.

Die DANA „Adam“ hat auch in der Gemeinde Santa Eulària des Riu deutliche Spuren hinterlassen. Überflutete Wohnhäuser, umgestürzte Bäume, beschädigte Straßen und vollgelaufene Parkplätze hielten die Einsatzkräfte auf Trab. Nach Angaben der Gemeindeverwaltung fielen am Montagvormittag innerhalb von nur sechs Stunden 77 Liter Regen pro Quadratmeter. Besonders heftig traf es die Küstengebiete es Figueral, es Canar und Cala Llenya.

Wasser dringt in Wohnhäuser ein – Schäden auch in Jesús

In der Gegend von Font des Murtar wurden zwei Wohnhäuser überflutet, ein weiteres im sogenannten Polígono 7. In Jesús löste sich in der Carrer Gregal ein Dachteil, während in der Carrer Paó eine Garage unter Wasser stand.

Auch mehrere Hotelbetriebe waren von den Wassermassen betroffen. Hinzu kamen umgestürzte Bäume an verschiedenen Stellen des Gemeindegebiets.

Riesiger Felsbrocken stürzt auf Straße in es Figueral

Besonders spektakulär war ein Vorfall im Bereich Bungalow Park in es Figueral. Dort löste sich ein großer Felsbrocken und stürzte auf die Fahrbahn. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Zwei Bagger rückten an, um den Felsen zu entfernen und die Straße wieder freizumachen.

Auch der Strand von es Figueral wurde durch das Unwetter erheblich beschädigt. Der dortige Wasserlauf führte große Wassermengen.

Braune Wassermassen bahnten sich ihren Weg durch es Figueral bis zum Strand. Foto: Rathaus Santa Eulària
Verheerende Spuren des Unwetters: Wassermassen und Schlamm verwüsteten den Strand von es Figueral. Foto: Rathaus Santa Eulària

Es Canar und Cala Llenya unter Wasser

In es Canar sorgten die Regenmassen insbesondere im Bereich der Strandpromenade für Überschwemmungen. Mehrere Parkflächen standen teilweise unter Wasser.

Auch in Cala Llenya sammelten sich erhebliche Wassermengen. In Puig d’en Valls schwoll der Torrent de ses Dones stark an, sodass die dortige Überquerung vorsorglich gesperrt werden musste. Weitere kritische Stellen waren sa Llavanera und es Figueral.

In Cala Mestella mussten Einsatzkräfte zudem einer Person helfen, die dort mit ihrem Fahrzeug die Nacht verbracht hatte und das Gebiet nicht mehr eigenständig verlassen konnte.

Land unter in es Canar: Die heftigen Regenfälle setzten zahlreiche Flächen und Parkplätze unter Wasser. Foto: Santa Eulària

Fünf Straßen gesperrt – inzwischen wieder freigegeben

Wegen der starken Niederschläge mussten zeitweise fünf Straßen gesperrt werden: die Verbindungen nach es Figueral, Cala Llenya, Cala Mestella, Morna und Atzaró.

Nach Angaben der Gemeinde konnten alle fünf Straßen am Montag gegen 12.30 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Einzelne innerörtliche Straßen blieben jedoch länger gesperrt, darunter die Carrer de s’Aljub und die Avenida de Cala Nova. Dort behinderten weiterhin Wasseransammlungen und andere Unwetterschäden den Verkehr.

Polizei und Zivilschutz im Dauereinsatz

Um die zahlreichen Zwischenfälle zu bewältigen, setzte die Gemeinde 22 Beamte der Lokalpolizei und drei Mitglieder des Zivilschutzes ein. Fünf Verwaltungsmitarbeiter unterstützten zusätzlich die Kommunikationszentrale CECOM bei der Koordination der Einsätze.

Die Gemeinde verweist auch auf vorbeugende Maßnahmen, die bereits vor dem Unwetter durchgeführt worden waren. Innerhalb des vergangenen Monats wurden rund 14.000 Quadratmeter städtischer Bachläufe und Entwässerungsbereiche gereinigt.

Zu den betroffenen Bereichen gehörten unter anderem sa Llavanera, der Torrent de s’Aguader, der Torrent de sa Fumassa und der Fluss von Santa Eulària. Hinzu kamen Reinigungsarbeiten an Regenwasserkanälen und Straßenabläufen an insgesamt 98 vorgesehenen Einsatzstellen im Gemeindegebiet.

Ziel dieser Maßnahmen war es, den Abfluss großer Wassermengen zu verbessern und Überschwemmungen möglichst zu begrenzen.

Weiterhin Vorsicht trotz Wetterberuhigung

Auch wenn sich die Wetterlage inzwischen etwas entspannt hat, warnt die Gemeindeverwaltung weiterhin vor den Folgen der heftigen Niederschläge. Besonders an Straßen mit Wasseransammlungen und in der Nähe von Sturzbächen ist Vorsicht geboten.

Die Bevölkerung wird aufgefordert, unnötige Fahrten in betroffene Gebiete zu vermeiden und die Anweisungen der Einsatzkräfte zu beachten.

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