Mobilität

Mit dem Fahrrad durch ganz Ibiza: Eine neue Initiative macht Druck

Der Verein Ibiza en Bici fordert ein durchgängiges Radwegenetz und bessere Verbindungen zwischen den Ortschaften. Geplant sind auch Aktionen für mehr Sicherheit und weniger Autoverkehr.

Auf Ibiza soll das Fahrrad im Alltag eine größere Rolle spielen. Dafür setzt sich der neu gegründete Verein Ibiza en Bici ein. Er fordert ein zusammenhängendes Radwegenetz, das die wichtigsten Orte der Insel miteinander verbindet, und will das Radfahren als „gesunde, sichere und umweltfreundliche Alternative“ zum Auto fördern.

Radwege enden im Nichts

Die gemeinnützige Organisation geht aus der Bürgerplattform Vila en Bici hervor, die sich in den vergangenen Jahren über soziale Netzwerke für die Interessen von Radfahrern eingesetzt und deren Forderungen an die Behörden herangetragen hat. Mit der Gründung eines Vereins will die Initiative ihre Anliegen nun „besser bündeln und den Austausch mit den Verwaltungen intensivieren“.

„Ibiza muss den Schritt zu einem Verkehrsmodell machen, das Gesundheit, Sicherheit und ein gutes Miteinander im öffentlichen Raum in den Mittelpunkt stellt“, sagte der Vereinsvorsitzende Pedro Guasch. Die Insel müsse so gestaltet werden, dass man sie mit dem Fahrrad erkunden könne. Zugleich wolle man den Kommunen zeigen, dass eine andere Mobilität auf Ibiza möglich sei.

Nach einer Bestandsaufnahme des Vereins verfügt die Insel derzeit über 42,25 Kilometer Radwege. Das Problem: Viele Abschnitte sind nicht miteinander verbunden und führen nicht zu den Zielen, die Menschen im Alltag erreichen müssen. Entsprechend wird ein Großteil der täglichen Wege innerhalb der Ortschaften weiterhin mit motorisierten Fahrzeugen zurückgelegt.

Kooperation mit Tourismusbetrieben

Eine zentrale Forderung ist deshalb, die Inselhauptstadt Eivissa besser mit den umliegenden Orten zu verknüpfen. Dazu zählen Jesús, Puig d’en Valls, Ca n’Escandell, Platja d’en Bossa und Sant Jordi. Auch die Verbindungen zwischen den größeren Wohngebieten in der Bucht von Sant Antoni sowie im Gemeindegebiet von Santa Eulària sollen verbessert werden. Darüber hinaus will sich der Verein für die Wiederherstellung bestehender Wege und die Anlage neuer Routen im Inselinneren einsetzen.

Neben dem Ausbau der Infrastruktur plant Ibiza en Bici verschiedene Aktionen, um mehr Menschen für das Fahrrad zu gewinnen und auf Gefahrenstellen aufmerksam zu machen. Vorgesehen sind gemeinsame Radtouren, Verkehrssicherheitskurse und Vorträge. Zudem soll eine öffentlich zugängliche Karte entstehen, auf der besonders problematische Stellen für Radfahrer gesammelt werden.

„Wir sehen es als unsere Aufgabe an, Forderungen zu stellen, Vorschläge zu machen und mit den Verwaltungen zusammenzuarbeiten, um eine tatsächlich nachhaltige und tragfähige Mobilität zu schaffen“, sagte Guasch.

Der Verein möchte weitere Mitglieder gewinnen und Kooperationen mit anderen Organisationen, Unternehmen, Tourismusbetrieben und öffentlichen Einrichtungen aufbauen. Sie sollen sich an Projekten, Kampagnen und Veranstaltungen beteiligen können.

 

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