Die Wetterprognosen für die Sonnenfinsternis am Mittwoch auf Ibiza lesen sich nicht mehr so verheißungsvoll wie noch vor wenigen Tagen. Nach den jüngsten Berechnungen des spanischen Wetterdienstes Aemet soll die Bewölkung ausgerechnet während des Höhepunkts des seltenen Himmelsereignisses zunehmen.
Besonders betroffen könnte den Staatsmeteorologen zufolge die Westküste der Insel sein – jene Region, in der die besten Beobachtungsbedingungen erwartet werden und sich deshalb besonders viele Menschen versammeln dürften.
Noch am Montag hatte Aemet für den Nachmittag und Abend des 12. August „stabiles Wetter und gute Sichtverhältnisse“ vorhergesagt. María José Guerrero, die Leiterin des Wetterdienstes auf den Balearen, erklärte zu Wochenbeginn, zwei Tage vor dem Ereignis könne man einen unerwünschten Wetterumschwung „weitgehend ausschließen“.
Die jüngsten Berechnungen zeichnen nun ein anderes Bild. Demnach soll die Bewölkung gerade zur Zeit der Finsternis über der Westküste Ibizas deutlich zunehmen. Für Formentera fällt die Prognose günstiger aus. Besonders betroffen sind voraussichtlich die Küstenabschnitte zwischen den Gemeinden Sant Josep und Sant Antoni.
Kaum Bewölkung in Sant Joan
Nach einem von Aemet verwendeten Wettermodell könnte die Bewölkung dort bereits gegen 20 Uhr bei 60 bis 70 Prozent liegen. Für 21 Uhr werden stellenweise sogar Werte von bis zu 90 Prozent prognostiziert. Der Höhepunkt der totalen Sonnenfinsternis wird auf Ibiza gegen 20.30 Uhr erwartet. Die vom Wetterdienst veröffentlichten Modellkarten beziehen sich jeweils auf die vollen Stunden.
Damit droht ausgerechnet an den Orten, die für die Beobachtung des Ereignisses als besonders geeignet gelten, eine erhebliche Einschränkung der Sicht. Entlang der Westküste sind zahlreiche Beobachtungspunkte eingerichtet worden. Zugleich haben die Gemeinden für Mittwoch umfangreiche Verkehrsmaßnahmen und Straßensperrungen angekündigt, um den erwarteten Andrang zu bewältigen.
Etwas günstiger sind die Aussichten für den Norden Ibizas. In Sant Joan werden nach den derzeitigen Berechnungen keine ähnlich hohen Bewölkungswerte erwartet. Die Prognose ist freilich noch nicht endgültig – und lediglich das Ergebnis von Berechnungen. Das verwendete Modell reiche lediglich 48 Stunden in die Zukunft, teilte der Aemet mit. Bis zum Beginn der Sonnenfinsternis könnten sich die Bedingungen daher nochmals verändern.





