Der Inselrat von Ibiza (Consell d’Eivissa) hat am Montag die Premis Vuit d’Agost 2026 (Preise des 8. August) verliehen. Die Auszeichnungen würdigen künstlerische Arbeiten mit Bezug zu Ibiza in mehreren Disziplinen. Erstmals konnten in diesem Jahr Kreative von allen Baleareninseln teilnehmen. Prämiert wurden sechs künstlerische Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Keramikkunst, Fotografie, Grafikdesign und Musik.
Der Name des Preises Premis Vuit d’Agost (Preise des 8. August) verweist auf den 8. August 1235, den Tag der katalanisch-aragonesischen Eroberung Ibizas. Das Datum wird bis heute im Rahmen der Festa de la Terra begangen und ist eng mit der Geschichte und kulturellen Identität der Insel verbunden.
Die Preisverleihung fand im Sitzungssaal des Consell statt. Präsident Vicent Marí und die für Kultur, Bildung und Kulturerbe zuständige Inselrätin Sara Ramon überreichten die Auszeichnungen.
Die Preisverleihung fand im Sitzungssaal des Consell statt. Präsident Vicent Marí und die für Kultur, Bildung und Kulturerbe zuständige Inselrätin Sara Ramon überreichten die Auszeichnungen.

Sechs Preisträger in verschiedenen Kategorien
In der Kategorie Malerei ging der Preis an Enric Servera Carreras aus Menorca für das Werk Talús de ponent.
Ana Uceda Pérez aus Mallorca wurde in der Kategorie Artesania del Fang (Keramikkunst) für Geologia de la identitat ausgezeichnet.
Den Preis für Fotografie erhielt Francisco Javier Mas Ferrà für Terra de pins, aigua amb pol·len. In der Kategorie Grafikdesign gewann Sonia Griñó López mit El so de les paraules.
Auch zwei musikalische Arbeiten wurden ausgezeichnet: Roxana Mouriño Espiñeira aus Formentera erhielt einen Preis für Brisa d’Eivissa, Adolfo Villalonga Juan für Sargantanes versus serps.


Erstmals für alle Baleareninseln geöffnet
Eine der wichtigsten Neuerungen der diesjährigen Ausgabe war die Öffnung des Wettbewerbs für Teilnehmer aus Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera.
Vicent Marí betonte, dass dies den starken Bezug der Preise zu Ibiza nicht schwäche. Eine lebendige Kultur müsse ihre Wurzeln bewahren, könne sich gleichzeitig aber auch für andere Perspektiven öffnen und weiterentwickeln.
„Eine Kultur bleibt lebendig, wenn wir das bewahren, was wir von früheren Generationen erhalten haben, aber auch, wenn Menschen bereit sind, es mit anderen Augen zu betrachten, neu zu interpretieren und ihm neue Ausdrucksformen zu geben“, sagte Marí.

Kunst als Teil der Identität Ibizas
Die Premis Vuit d’Agost sollen nach Angaben des Consell sowohl künstlerische Arbeit fördern als auch Kultur und Identität der Insel sichtbar machen.
Sara Ramon hob hervor, dass sich die Preise mittlerweile als jährlich wiederkehrender Termin etabliert hätten, der künstlerische Kreativität ebenso unterstütze wie die Auseinandersetzung mit dem kulturellen Erbe Ibizas.
Marí würdigte zudem ausdrücklich alle Teilnehmer der Ausschreibung. Nicht nur die ausgezeichneten Werke, sondern auch die Vielzahl eingereichter Arbeiten trage dazu bei, die Preise weiterzuentwickeln.





